Hey mcberry,
Ich verstehe mich nicht als Profilschreiber, der sich einem gewissen Habitus unterwirft und ausschließlich den Tiefschürfenden oder den Unverstandenen gibt. Ich schreibe, weil es mir Spaß macht und dazu gehört, dass die Lyrik auch ein Spiegelbild meiner momentanen Konditionierung ist, will sagen: - ich lebe was ich schreibe. So weit so gut. Kommen wir zur Sinnfrage des Schreibens und dem Qualitätsanspruch. Die Wortverdrehung „Rosetten“ hin zu Setten … roh, ist in bester dadaistischer Manier geschrieben. Leider von den Lesern offenbar nicht erkannt (hehe).
Wer schreibt, polarisiert irgendwann auch einmal. Dieser Vorgang ist zwangsläufig, es sei denn man ist ein „Seelenloser“, der reimt wie andere Stricken oder Häkeln. Das ist nicht mein Ding. Ich arbeite im Augenblick an meinem dritten Buch und hätte ich nicht diese „Lust am Schreiben“, hätte ich doch schon lange aufgegeben, trotzdem erwarte ich hier keine ungeteilten Befürworter und kann damit auch gut leben, dass ich mir auch mal den Vorwurf einhandele die „Hose herunterzulassen“. Ich bin auch ganz und gar dafür, dass man fernab vom textnahen Fabulieren auch mal persönlich wird, aus dem LyrIch aussteigt - und sich als Mensch gibt. Ich kenne zwar niemand hier im Forum persönlich aber Hans Beislschmidt kann man googeln oder auf die HP gehen und sogar mit ihm telefonieren … in jedem Falle mag ich Transparenz und bin auch niemandem verpflichtet, dergestalt, dass ich gesellschaftliche Formen wahren muss, weil mir sonst eine Abmahnung von meinem Arbeitgeber ins Haus flattert.
Bis jetzt hat es mir in diesem kleinen verschlafenen Forum aber Spaß gemacht und ich habe auch ganz bewusst nur sehr sporadisch gepostet. Dieser kleine Ausflug in die Banalität aber sollte eine Leserschaft aber vertragen können, so meine Einschätzung.
Gruß vom Hans