http://www.E-LIEratum.de

#1

ungefähr

in Minimallyrik 28.01.2012 21:33
von phlox | 172 Beiträge

der mond sieht uns
anders
als wären wir nicht
dieselben
als gehörten wir
ihm
der mond sieht uns an wie
wir wären

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#2

RE: ungefähr

in Minimallyrik 29.01.2012 19:03
von Kara | 162 Beiträge

Hallo Phlox,
knappe Worte, hinter denen eine Geschichte, ein Leben verborgen ist.

Was hältst du davon, das "wären" in der letzten Zeile durch ..."sein könnten" zu ersetzten.

mit frdl. Grüßen
Kara


Jede Angst, die man denkt, macht unterlegen.
(H. Müller)

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#3

RE: ungefähr

in Minimallyrik 31.01.2012 19:49
von mcberry • Administrator | 1.204 Beiträge

Hallo Phlox,

der Blick zurück vom Trabanten auf den Planeten, dessen Bahn und Gezeiten er mitbestimmt, stellt uns in Frage.

Inwieweit uns eine neue Möglichkeit von Existens aufgezeigt wird, kriege ich zwar auch nicht geregelt, es mag aber sein. Schließlich wären wir ohne Mond tatsächlich nicht dieseben. Wie in der Realität ohne stabile Erdachse keine verläßliche Klimazone entsteht.
Mal im übertragenen Sinne betrachten wir andere Personen als unsere Umgebung. Diese aber sehen in uns vllt nur die ihre, wer weiß? Der Begriff der Crowd, der jeweils als zugehörig aufgefassten sozialen Gruppe, ist nie unproblematisch.

Ob ich den Inhalt nun begriffen habe oder nicht, irgendwas hat dieser Text ganz sicher an sich. Gerne gelesen - mcberry


zuletzt bearbeitet 31.01.2012 19:51 | nach oben springen

#4

RE: ungefähr

in Minimallyrik 01.02.2012 19:42
von phlox | 172 Beiträge

Danke, Kara - nnnjeeein ... ich glaube, eher nicht, klingt so unpoetisch, oder? Und die beiden "wären" sollten unter anderem so etwas wie eine leichte Klammer sein, ein Formelement, aber nicht nur.

Vielleicht nicht neue Möglichkeiten, aber neue, andere Perspektiven, mcberry. Unter Umständen auch mit ... Soziologie, warum nicht - vielen Dank auch dir!

Gruß phlox

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#5

RE: ungefähr

in Minimallyrik 23.03.2012 17:51
von der.hannes | 737 Beiträge

eine - zugegeben: sinnverändernde - Variante wäre

der mond sieht uns als ob
wir wären


Danke für die Anregung, über dieses Thema nachzudenken.

es grüßt
der.hannes

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