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#1

Schnautze

in Gesellschaft 02.11.2018 10:39
von TheMonkeyPaw | 133 Beiträge

Da stehen sie nun und du ganz alleine

Zehn Nigger Gangster
Oder zehn Bullen mit Handschellen
Oder
Zehn weiße Nazis mit Swastikas
Oder
Zehn Literaten
Oder Hitler zehnmal geklont

Du hörst in deinem Hinterkopf:

Komm, wird schon wieder
Oder
Es ist Ok lass dich auf nichts ein
Oder
Komm Bub, sieh da nicht hin
Oder...

Du krümmst dich und denkst nach

Als sich deine Lippen dann öffnen kommt leider das raus:

Was wolltn ihr verdammten Penner


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zuletzt bearbeitet 02.11.2018 10:41 | nach oben

#2

RE: Schnautze

in Gesellschaft 02.11.2018 10:56
von gugol | 192 Beiträge

Und was will er von den verdammten Pennern?

Das geächtete, von der ach so dummen Menschheit verkannte, Genie. Ein uraltes Spielchen...

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#3

RE: Schnautze

in Gesellschaft 02.11.2018 11:32
von TheMonkeyPaw | 133 Beiträge

Ich würde meinen Helden nicht direkt als Genie bezeichnen, aber es tut gut.

Das ist übrigens ein autobiographischer Text und das hat sich damals im Jahre....


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zuletzt bearbeitet 02.11.2018 11:33 | nach oben

#4

RE: Schnautze

in Gesellschaft 02.11.2018 19:03
von mcberry • Administrator | 2.769 Beiträge | 2470 Punkte

Hi TMP;

diese Zeilen fand ich lesenswert, wenn auch nicht lyrisch, aber das ist Ansichtssache und auch egal.

Mir fällt etwas an deinen Figuren auf. Der Protagonist bzw. das LI platzt mit seinen Gedanken heraus,
verfügt über keine nennenswerte Impulssteuerung, kann nicht anders als sich offenen Auges um Kopf
und Kragen zu labern. Der Text feiert seinen aggressiven Mut und verweilt dabei. Bekanntes Muster?

Deine Kurzteste bieten so gut wie nie eine Wendung an, mit der Situation irgendwie anders umzugehen.
Schon mal etwas von Deeskalation gehört? Vorgefertigte Lösung werden dabei nicht geliefert, weswegen
mehr Genie gebraucht wird, als Beschimpfungen zu grölen und ins Feuer zu springen.

Nur ein Aspekt: "Penner" verharmlost Staatsgewalt, worüber der Leser schmunzeln kann und seine
Wahrnehmung modifizieren. Sowas nennt man übrigens textimmanente Interpretation. HG - mcberry


P.S. Es wäre ein Anzeichen für Lernfähigkeit gewesen, die Schnau(t)ze zu modifizieren: duden

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#5

RE: Schnautze

in Gesellschaft 02.11.2018 19:32
von TheMonkeyPaw | 133 Beiträge

Schnautze ist eine Anspielung auf mein „Kill your Idols“
Ich lasse Wendungen weg, weil sie im Kopf des Lesers entstehen sollen.
Deswegen auch vollkommener Verzicht auf Satzzeichen.
Ein Dichter, muss das Gedicht im Kopf des Lesers schreiben.
Er muss sich so weit in ihn hineinversetzen, dass die Worte, die Worte des Lesers werden.
Das beste Gedicht ist das, welches nie geschrieben wurde.

TMP


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#6

RE: Schnautze

in Gesellschaft 02.11.2018 19:36
von TheMonkeyPaw | 133 Beiträge

Ein Gedicht sollte so etwas sein wie ein Tumor, den man absichtlich jemanden iniziiert, den man liebt.


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#7

RE: Schnautze

in Gesellschaft 03.11.2018 05:06
von mcberry • Administrator | 2.769 Beiträge | 2470 Punkte

Zitat
Ein Gedicht sollte so etwas sein wie ein Tumor, den man absichtlich jemanden iniziiert, den man liebt.


... absichtlich jemandem(Wemwort) i n j i z i e r t

Oder meintest du eine Geschwulst zu i n i t i i e r e n ? (Zugegeben ein schwieriges Wort für etwas starten.)
Das wäre noch schlimmer. Auswüchse führen oft sehr schnell ein Eigenleben und du wirst sie nicht mehr los.

Mein Kopf gehört mir! - Wer will sich denn Lyrik einimpfen lassen?
Die Empfehlung für den Schreiber lautet, sich auf einen guten Text zu konzentrieren.
Sprachen lernen wäre ein gutes Hobby für Literaten. Schönes Wochenende - mcberry

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#8

RE: Schnautze

in Gesellschaft 03.11.2018 06:31
von TheMonkeyPaw | 133 Beiträge

Jemandem. Klar. Wie peinlich.

Danke

Nein nein, injizieren med.

Manchmal verdreht da iPad alles wieder. Das soll aber keine Ausrede für den peinlichen Fallfehle sein. E eh auf meine Kappe


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zuletzt bearbeitet 03.11.2018 06:35 | nach oben


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