#1

kälte

in Natur 01.12.2019 12:47
von ugressmann | 893 Beiträge | 815 Punkte

weißschuppig der himmel
dazwischen verwaschenes
winterblau

frost spannt glitzernd fäden
zwischen den zweigen
und hingeschmiegt
an morsche zäune winden sich
raureif bedeckte ranken

klirrend zersplittert der tag
die nacht kommt

wolkenscherben
fallen herab und
kaltgesichtig spiegelt sich
der mond im see

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#2

RE: kälte

in Natur 01.12.2019 15:59
von mcberry • Administrator | 2.913 Beiträge | 2801 Punkte

Hallo Ugressmann,

schon beim Lesen fange ich mir Frost ein, was der Schönheit einer Schneelandschaft
keinen Abbruch tut. Verschneite Flure und Wälder sind märchenhaft, wenn auch kaum
bewohnbar. Dem Mond zu begegnen nach einem kalt zersplitterten Tag scheint gewiß.

Die Stimmung, diese glasklar glitzernde Unbarmherzigkeit des Winters, ist getroffen.
Sehr gerne gelesen. Zwischen Eiskristallen grüßt mcberry

zuletzt bearbeitet 02.12.2019 15:50 | nach oben

#3

RE: kälte

in Natur 02.12.2019 12:08
von ugressmann | 893 Beiträge | 815 Punkte

Ich freue mich, lb.mcberry, dass du meine Intension teilst. Bewusst geschieht es ja nicht beim Schreiben. Das Gedicht schreibt sich aus mir heraus.

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