. Wenn sich das Jahr die Schuhe feste bindet ein lieber Freund schon lange nicht mehr weilt der Glanz der Glocken auch schon Wege teilt werd ich wie Stille die sich um mich windet
Belausch die Ruhe die hier Gründe findet in ihrer Weise ganz und gar nicht eilt Vergeh im Stunden das sich abwärts seilt sich mit mir rundet und am Grund verschwindet
Und Zeit trägt Blüte wie sie sich eröffnet sich nieder auf die kalten Glieder legt sich wärmend noch in Ecken strebt und treibt
So entsteh ich neu und gänzlich unbewaffnet bin ich mir weiß das noch nach außen hegt
ein freund vergeht und nur der grund er bleibt ___________________________
. ein paar handschuh steckt in einer tasche und vergeht im jehen treiben wie es sich noch auf die wipfel legt. die zeit am schluss und auch das taglicht ist schon spät. man findet sich so wie man sich nach außen trägt.
die kalten glieder recken sich nach innen. kein letzter hauch wars dennoch wie er leise schwebt. man öffnet sich dem abend - seinen stillen zinnen. man findet es so wie es sich nach außen trägt.
ein paar handschuh schaut gemeinsam in die nacht; erzählt sich das zusammen was sich hegt und pflegt. am ende ist man doch am anfang angekommen und findet sich so wie man sich nach außen trägt. .
ein wirklich schönes Gedicht das man hier bei dir im Thread zu lesen bekommt, und die Liebe um die es hier geht scheint schon etwas ganz besonderes zu sein. Schade das es wohl in nicht vielen Fällen so ist. Was mich hier mehr als anspricht, sind die bereits angemerkten Reime. Dein Schema (ababWc) finde ich mehr als gut gewählt und umgesetzt. Der Wechsel aus längeren, männlichen Reimen die ihren anschließenden Vers sofort als Senkung wiederfinden (diesen reimst du weiblich) kommt sehr gut. Rein rhythmisch ergibt sich hier ein echt ausgeglichenes Bild, das technisch keine Fragen offen lässt. Das Pendente zum c-Reim im zweizeiligen Kehrvers zu finden ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Die Verpflichtung die in der letzten Strophe nochmals aufgegriffen wird finde ich an sich gut als Idee, nur erweckt es bei mir als Leser den Eindruck, dass du hier auf besagter ein besonderes Augenmerk gelegt hast. Das kommt so direkt tituliert nicht recht zur Geltung. Falls überhaupt von dir gewünscht! Gerade sehe ich die Ewigkeit, die ebenfalls nochmals wiederholt wird, was die kritisierte Verpflichtung nun doch auf legitimen Grund und Boden hebt.
Naja, viel Rede wenig Sinn: ein echt schöner Text der in seiner Umsetzung gerade durch technische Aspekte einen Freund gefunden hat!
an anderer Stelle habe ich auch schon vor deinem Text hier gesessen, nur leider soff mir der Rechner ab als ich posten wollte. Witzig finde ich gegen Gedichtende das freikamen, das getrennt gelesen eine recht (überspitzt gesprochen) reudige Sicht offenbart. Ob nun gewollt oder nicht, lesen tut es sich echt gut, und hebt das Geschehen zum Teil aus dem Gestöber in weichere Gefilde. Den letzten Vers samt seiner genarationen kann ich leider immernochnicht in mein Bild einordnen, das ich von deinem Text habe. Zugegeben, eine recht kurzweilige Sicht!
nein, warum klingt es arrogant wenn man sich lediglich an etwas ergötzt? Ich selber versuche auch immer das Maximum an Klangfarbe / Rhythmus aus meinen Texten herauszuholen, denn Lyrik verläuft bei mir auch sehr stark durch das Ohr. Gerade deine Wiederholungen finde ich hierzu positiv zu messen! An deinem Reimschema an sich scheinst du ja einen Narren gefressen zu haben, denn ich habe einen text von dir gefunden, der fast eins zu eins das hier darstellt.
Den Weg hierher habe ich zufällig gefunden, und nach kurzem Zögern habe ich mich doch registriert.
Die von dir angesprochenen Reime sind eigtl. nicht zufälliger Natur, sondern schon dort festgelegt wo sie sind. Jeweils in den ersten beiden Versen einen Halbreim/Assonanz/ wie auch immer von Vers eins auf zwei, und in der zweiten Hälfte der jeweiligen Strophe einen sauberen Reim auf die nächste Strophe. Das die Silbenzahl einen tieferen Sinn impliziert hast du ganz richtig erkannt, denn ich bin ein Freund von sauberem Versmaß, bzw. hänge hier noch gern in der Klassik fest. Die von dir angesprochene Formulierung entstand aber nicht aus diesem Zusammenhang, sondern entspringt eher meiner Freundin aus Bayern. Denn dort tut man wohl recht gern tut gebrauchen. Davon abgesehen hatte ich zuerst die ersten beiden Verse der ersten Strophe als Grundbild im Kopf, und fand auch dass das tut hier irgendwo verniedlicht klingt. Das vergeud fand ich persönlich galanter als vergeude, und auch der ganze Vers vergeude auch mein soll will mir vom Klang her nicht so gefallen, was aber lediglich Geschmackssache ist. Warum findest du denn das schon nicht so gut gewählt? Was deine Idee an Bild angeht liegst du eigtl. ganz richtig wenn du von Morgenstunden usw. sprichst, denn das was ich hier angesprochen habe ist lediglich die Sonne, als ich morgens auf dem Balkon saß ^^
P.s.: und ich bespitzle jetzt auch
Hab vielen lieben Dank für deine netten Worte und die investierte Zeit an meinem Gedicht!
das doppelte schon war voll beabsichtigt, denn hier kommen die Einschübe ihrem Sinn und Zweck zu: die jeweiligen Verse sollen einfach stärker betont werden, und wurden deshalb so formatiert wie zu lesen. Aus diesem heraus fand ich (finde noch) das Klangbild das entsteht recht 'ansehnlich'. Nach zwei recht 'selbstbewussten' Versen schwächt der Ton wieder ab, und das zweite schon wird (übertrieben gesprochen!) etwas mehr als gehaucht.
Ich glaube eine Hörversion würde hier Aufschluss geben.
naja, ob meine Strickarten dann so fein sind, das lasse ich mal grinsend im Raum zurück. Den Hafen habe ich mir aus den zahlreichen Mondgedichten gestohlen, denn hier bekommt man sehr, sehr oft zu lesen, dass der Protagonist dem ollen Mond in den Hafen folgt. Ein zeitloses Bild das ich sehr schätze! Hier sollte es nicht viel anders zu lesen sein. Ging wohl nicht ganz so auf wie ich dachte. Ja, der Titel kommt schon komisch, aber gemeint habe ich hier lediglich die Erschöpfung, welcher man sich nach dem "Ergötzen" hingegeben hat. Vielleicht macht es jetzt mehr Sinn. Komisch zu lesen, das sehe ich ein...
p.s.: dann hinken die Leutchen in Oberfranken der Zeit wohl hinterher, denn dort tuts immernoch tut gebrauchen und das derb
Hallo Maya,
freut mich zu hören das meine schon-Ausführungen sich erklären konnten, denn ich habe ernsthaft gezweifelt ob du verstehst was ich hier wie gemeint habe. Meiner seltsamen Ausführung halber... aber es ging wohl gut. Lyrik vertonen mag ich sehr, denn hier kann seinem Text sehr gut eine zusätzliche Verbildlichung anverleiben, leider kann ich meine Stmme echt nicht hören wenn sie von Band kommt. ich bin so der tiefe Brummbär. Will Quadflight für arme und mag das nicht wirklich. Aber gut zu wissen das man hier auch hören kann. Werd mich gleich mal auf die Suche begeben.
Vielen lieben Dank euch beiden an diesem sonnigen Dienstag Morgen,
Zitat von perryHallo Franz, die Generation ist ein Hinweis darauf, dass LI und LD verschiedenen Generationen angehören und sich normalerweise wohl nicht so nahe gekommen wären. Danke fürs das "hebt" und LG Perry
hm, dann hatte ich es mir wohl doch richtig zurechtgemalt.
alter die Seite kommt ja mal geil. Da findet man auf Anhieb Texte bei denen man sich denkt "die kenn ich doch woher!?" Der Hammer war über den ersten Link von Alcedo: Patrick Swayzes She's like the wind wurde zu he's like the wind
nimm doch einfach eine Bildbearbeitung (zB Irfanview - freeware) Bild laden, bearbeiten - Text einfügen, Bild speichern und hochladen zB via abload oder imageshack. Eigentlich recht einfach & intuitiv
spät, aber du hast noch eine Antwort offen. Hab auch vielen Dank für deinen Komment, der ja schon zeigt, dass dir mein Text irgendwo gefällt. Der von dir angesprochene Inhalt, bzw. deine Sicht der Dinge treffen es nicht ganz, auch wenn mir bewusst war und noch ist, dass sie Assoziationen sehr wohl und schnell die deinen treffen können. Vorne an das Gleiten und Tropfen verleiten wohl, was aber auch voll beabsichtigt war! Im Großen und Ganzen hast du hier eine Selbstreflexion vor Augen, in welche es wohl um ei lyrIch geht, welches in diesem Zuge allem Anschein nach über ein Gegenüber mitreflektiert. Das abseiten habe ich von den Abseiten (räumlich) genommen und ein substantiviertes Verb draus gemacht, was sicher nicht die einzigste Möglichkeit ist diese zu lesen. Ob nun dufte Idee oder Stuss weiß ich bis dato immer noch nicht, aber lasse es mal einfach so im Raum stehen.
Der Idee halber sicher nicht der Wahnsinn, oder derb innovativ, aber schlecht finde ich den Text nun auch nicht, und ich danke dir für deinen Komment auf diesen!
wenn ich mir deine Zeilen so durchlese stelle ich wieder fest wie (wahrscheinlich) schön es doch sein muss durch die Augen einer Katze zu sehen. Ich selber habe es in Form von Hauskatze-Maine Coon (->Wilma /1,5 Jahre) jeden Tag vor Augen und - um es zu wiederholen - sitze wohl sehr oft so da und möchte ihre Blickweisen einfach nur teilen. Hier lässt sich wohl ebenfalls herauslesen, dass ich leider zu der Spezies gehöre die Vergänglichkeit als nicht so einfaches Thema für sich hinnehmen kann,weshalb ich ebenfalls und einmal mehr von deinem Stück Gedicht hier angetan bin.
Für deine Verhältnisse ein wohl sehr einfach gestricktes Gedicht, was vielleicht mit am Datum liegen mag, oder vielmehr doch rein an der Tatsache, dass ein offener und schichter Text in diesem Kontext ebenso (vielleicht mehr!?) zu wirken weiß wie z.B. ein Ungetüm aus Chiffren usw...
ein schöner und auf seine Art und Weise fast schon niedlicher Text der in seinem Anliegen sehr viel Wahres inne hat, und in seiner Bildlichkeit fast schon vorsetzt wie 'leicht' doch alles sein könnte !
nicht schlecht was du hier geschrieben hast, umwohlnichtzusagen echt gut! Wieder sieht man das du dir in Sachen Reimschema wohl sehr den Kopf machst, denn alltäglich ist wohl vieles, aber nicht dies. Sehr erfrischend mal nicht in Standart zu versumpfen! Was mir ganz und gar nicht in den Kram passen will ist der Vers
ein Mut, der Angst ins Wanken bringt und dann zerschellt.
bzw. die gekennzeichnete Stelle. 'Angst ins Wanken' empfinde ich (mit Verlaub) als viel zu flach im direkten Vergleich mit dem restlichen Text! Die von dir auch schon angesprochene Stelle um die Klammersetzung herum finde ich der Idee halber witzig - mit Klammern lässt sich sicher viel in die Wege leiten - aber deine Variante ist mir persönlich viel zu naheliegend. Entweder kann ich die Klammer einfach weglassen und habe nicht viel neues vor den Synapsen, oder ich lasse sie samt Inhalt Weg und erhalte fast den selben Kontext...und das kommt m.E. ganz und gar nicht dufte. Als Idee hätte ich hier auf Anhieb die Klammer nach dem laufen zu platzieren. Rein grammatikalisch gesehen sicher ein Wagnis, aber du musst zugeben, dass es an diesr Stelle nicht so schnell überlesen wird wie jetzt! Somal du so den Akzent nicht direkt auf das vorwärts laufensetzen würdest, und so fast eine neue Bildebene inne hättest.
Von diesen zwei Kleinigkeiten abgesehen ein echt guter Text der in mir einen Fan gefunden hat und sicher nicht das letzte Mal gelesen wurde!
Zitat von Katerchen. „Einfach nur“ ist gut. "Blickweisen" kann ich im Moment schwer einordnen. Meintest du Bewußtsein/Gewissen?
nein, nein, so tief wollte ich hier gar nicht vordringen, denn es ging mir "einfach nur" um den Umstand des Blickes,- dass auch aus dem kleinsten Ding ein komplett neues Abenteuer zu wachsen scheint. Ein Abenteuer das sich mit jedem Blickwinkel gleich völlig neu zur Schau stellt. Und um genau dies beineide ich hier ab und an! Vergleichen lässt sich der Sachverhalt wohl recht gut mit dem Wesen eines Kindes und dem was es für sich in die Welt trägt.
Ps.: auf direkte Transzendens traf ich bisher nur bei Kant, welcher das Thema auch nicht direkt benannte. Zumindest nicht in den Werken die mir von ihm geläufig sind. Den Rest füllen nur Empiristen und Phänomenologen, die wohl nicht in direktem Zusammenhang stehen. Von dir genannte werde ich mir bei Gelegenheit gern Zusammensuchen und schauen was ich neues für mich ziehen kann - falls!