vernehmt meine expeditive Prozedur, mit der ich den Kreis schon schließe!
Näherndes: Systematik als Wissenschaft, als Lebenskraft, als das, was ruhig mich macht im Angesicht gesichteter Gesichter, die mir verschwimmen, bis ich neue Namen finde.
so geordnet, habe ich mich in Ordnung verordnet und das zernichtet, ja zernichtet, doch man kann noch immer weiter.
Gebt Kjub die Schuld, dass ich hier bin. Werde mich aber ohnehin benehmen. ;)
Was gibt es über mich sonst so zu sagen? Komme aus Hamburg und befinde mich auch dort. Ich studiere so vor mich hin und werde dann bald mal Lehrer. Bemühe mich ansonsten, ein kleines Blog am Leben zu halten.
die moderne hat den mond wettlaufend greifen lassen. seit der siegerkür wird jongliert.
ich mache ständig alles neu, während ich mir zuwerfe, nochmal wieder und danach noch neuer.
habe einmal... in meiner bahnstadt an der zeitung vorbei im augenwinkel den reißenden urstrom gesehen. war gedrehten haupts aber doch nur weiß bedachtes autohaus.
lese seitdem nicht mehr. gebe mir stattdessen farben: ALLEDIEICHWILL.
und, 'idiotologen', schnoddert man sonnenbebrillt auf das irgendwie hellere gestern, da man im heute nur noch für nichts kann -
mit verwirr- ten FormFunktionszu- sammenhängen weiter Weiteres, weiteres Schreiben, das schmaler nur zum Rumhängen wird. An den Hängen rum!, hast du den Weg beschrieben, aber ich wollte mich, wollte mich, wollte mich trotzdem da hoch schreiben. Glaubt ihr an den Reim?, riefe ich da oben - hörte ich kein Nein!, ich glaubte mich verwoben.
ein Riss in der Dichtung und es sprudelte nur so. nur so war bald auch das Maß voll. egal wie maßvoll da noch abgeschöpft wurde. wahllos ging da die Wahl los und ganz kurz war das kurz ganz und aus jeder Ente konnte Kunst werden und gute Ware. schön, ne?
vorbei. ich wähle den Stöpsel! das ist meine Freiheit. ich wähle den Stöpsel und lege mich aufs Trockendock und gehe jede Wette ein.
Ok--- nicht ganz einfach, mir hier einen Weg zu bahnen.
Ich sehe was, was jeder andere vielleicht auch oder anders sieht, und das ist den Strophen folgend - eine Bestandsaufnahme, was einem thematisch in der Lyrik so begegnen kann: Kuriositäten von Seelenstrip bis Herzschmerz, - das Problem der Authentizität beim schreiben: Kaum angefangen, geht sie schon flöten und dann muss man sich umsehen, sein Leben verwalten, um zu neuen Inspirationsquellen zu gelangen, - die Warnung vor zu viel Authenzitätssucht (schreib nur über Drogen, die du schon genommen hast!), - weniges ist so gut/schlecht (je nachdem, wie man die Entstellungen nun deuten will - geschickt!), dass sich Geld damit verdienen lässt.
Hallo ihr drei und zunächst danke für eure Kommentare und die damit verbundene Aufnahme hier im Forum ;)
Nun zur Sache - der Reihe nach.
Alcedo, mit dem fehlenden Komma könntest du recht haben. Da bin ich mir (vor allem bedeutungstechnisch) aber noch nicht ganz sicher, ob ich es dort haben möchte. Beim "sich Ordnung verordnen" geht mir leider der Witz des "sich in Ordnung verordnet zu haben" verloren, wenn du verstehst, worauf ich hinaus möchte. Ob das Zernichten etwas zu sehr herausgehoben wird und an sich schon effektvoll - du meinst ja, es wäre schon alleine zu viel - genug wäre, ist bedenkenswert. Vielen Dank.
Landloper, ich bin mir leider nicht ganz sicher, was du mir mit deiner Lesehilfe zu verstehen geben willst. Bevor ich daher über das Ziel hinaus schieße und hier irgendeine Verteidigungsrede beginne: Wozu soll deine die Lesehilfe dienen?
mcberry, Interessante Assoziation mit mit dem "verzichtet". Dass irgendwo ein Verzicht zwischen den Versen mitschwingt, ist mir erst darüber klar geworden. "angesichts belichteter Gesichter" würde aber einen Widerspruch aufmachen, meine ich, da Belichtung (zumindest "normale" Belichtung) einem Verschwimmen ja eher entgegenwirken würde...
Hm, ja, die Authenizitätsdebatte/-frage hat mich in der letzten Zeit auch manches Mal beschäftigt. Ist ja auch mehr oder minder aktuell neben der Plagiatsfrage auch in der causa Hegemann viel diskutiert worden. Ich würde in dieser Frage deine Skepsis im Übrigen teilen. Obwohl ich mir in manchen Fragen dahingehend aber auch unsicher bin. Aber das wäre jetzt vielleicht zu weit von deinem gelungenen Gedicht entfernt. Also schwalle ich jetzt nicht weiter herum. ;)
Und die Moral von der Geschicht'? Jenes schreibt man besser nicht, das den Leser leidlich nur vergnüget und ihn so gar schnell ermüdet---
Verzeih mir das, aber es fängt ganz gut auf, wie es mir beim Lesen ging. Warum? Zum einen riss der Inhalt mich nicht gerade vom Hocker. Ich fand es nicht mal kurzweilig... verzehrt/beehrt, fallen/lallen wirkten auf mich außerdem sehr erzwungen. Vielleicht geht es anderen anders, mir ging es so...
Hm? Warum kommentiere ich nicht weiter einfach alles, wenn mir gerade danach ist? Das klingt für mich erfüllender. Ferner dachte ich nicht, dass du den Text einstellst, damit er nicht kommentiert wird.
Den "gehobenen top-stuff" sollte man dir ansonsten um die Ohren hauen.
Da geht ja mindestens einer der Kerne verloren (ja, das Gedicht ist ein Apfel)! Das Benennen, um dessen Vor- und Nachteile die letzte Strophe kreist, sowie der Kreis aus der ersten Strophe sind unabdingbar! Yeah.
(Abgesehen davon, dass ich den syntaktischen Kuddelmuddel am Ende der ersten Strophe in deiner Version nicht zu meinem Gewinn zu lösen vermag.)
Die zweite Strophe... Die verstehe ich als eine Zusammenfassung des Rests, als die Lebensauffassung, mit der das lyrische Ich seit seinem "Erweckungserlebnis" in der Bahn herumläuft. So passt es zumindest für mich hinein...
viel interessanter als mögliche Beziehungsfragen erschien mir eine Interpretation, die das Gedicht als poetologische Lyrik versteht. Ich denke, das Gedicht hat eine ausgeprägte poetologische Qualität: Schließlich wird hier auf einem "Blatt" geradelt, es geht um "notierte Gedanken", die Erkenntnis das ein Fuß in der Speiche (aua!) einen Ausschlag auf dem Blatt gibt und letztlich darum, dass alles - auch das Notierte - am Ende verschwindet.
Die großen Themen sind damit für mich: Was schreibt man eigentlich? (In diesem Fall über eine Beziehung.) Wozu schreibt man es? (Hier wohl um etwas festzuhalten, was am Ende jedoch trotzdem verschwindet.) Und dergleichen mehr...