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  • J.R.R.Tolkien Khazad DumDatum27.03.2020 09:02
    Foren-Beitrag von Sneaker im Thema J.R.R.Tolkien Khazad Dum

    Hallo myberry, alcedo

    Freut mich, wenn es noch mehr Leute hier gibt, die Mittelerdetexte mögen.

    @alcedo

    Inhaltlich sind wir an der Stelle gleich, ich wollte es aber mehr ablauftechnisch haben. Das Schmiedefeuer wurde Asche und die dann kalt. An der Stelle müsste es ohne Auslassung des Verbs lauten. Das Schmiedefeuer ist Asche, die Asche ist kalt.

    Ich nehm deinen Vorschlag gern, bau ihn gleich ein.

    DAnke und Gruß

    Sneaker

  • von Munk

    Fliehkräfte

  • FliehkräfteDatum26.03.2020 08:49
    Foren-Beitrag von Sneaker im Thema Fliehkräfte

    Hallo Munk,

    das sind eindrucksvolle Bilder, ein dystopisches Kopfkino, das hier gemalt wird. Wenn da nicht die Amsel wäre, die trotz später Stunde das Morgenlied des LD schmettern würde. Das ist die Hoffnung, die ich mitnehme, die die schweren Bilder davor in Balance bringt.

    Soweit ich Einwände habe beziehen sie sich auf S1 Z 4,
    das "was" ist denke ich korrekt vom Inhalt her, klingt mir aber unschön. Ich würde da gern "die" lesen oder weder ein "was" noch ein "die".

    Und soweit man an einer optischen Darstellung eines Gedichts meckern kann, hätte ich das "zu später Stunde dein Morgenlied) eine Zeile tiefer.

    Aber das sind nur Peanuts.

    starker Text

    lG

    Sneaker

  • Thema von Sneaker im Forum Übersetzungen/Übertrag...

    https://harrypotter.fandom.com/wiki/The_...y_Headless_Nick

    So'n Fehler passiert jedem Hexer der friert,
    spätabends nach Haus will beizeit.
    Ein Lapsus, recht klein, schon standen – gemein -
    mir Richter nebst Richtblock bereit.
    Weh! Alles ging schief, ich traf Lady Grieve
    beim Flaniern, sie wollte dass wächst
    jeder Zahn ihr im Mund perlweiß und gesund
    (ich hab ihr vier Hauer gehext.)

    Durch die Nacht hallt mein Schrei "das richt‘ ich wie neu"
    was halfs in Justizias Sumpf?
    Der Henker verlor -im Kerker!- der Tor
    den Wetzstahl, die Richtaxt blieb stumpf.
    Der Morgen kam grau, der Pfaffe sprach „Schau,
    dass du mitkommst, ohne Geschrei,
    zeig Größe, zeig Mut, - und lass liegen den Hut" -
    Mir schwante, „mit mir ist‘s vorbei“.

    Der Henker, maskiert, der bald schon barbiert,
    haarscharf zwischen Hals mir und Kopf,
    sprach „Nick, auf die Knie, zeig statt Rückgrat Genick“
    so tat ichs, ich kläglicher Tropf.
    „Kann sein, dass das zwackt“ sprach der Hornochse, packt
    das Beil, schwingts zum blutigen Fest -
    Mein Pech, dass sein Blatt nicht Schliff noch Schnitt hat,
    mein Kopf hielt eisern am Rest.

    Der Schlächter, er ackert und rackert,
    „gleich hab ich‘s“ versichert er mir,
    gelogen wars, bliebs, fünfundvierzigmal hiebs
    Beil nach mir, das schwöre ich hier!.
    Zwar starb ich dabei, doch mein Kopf hielt getreu
    am Rumpf, an nem Haar ohne Scherz,
    Das hält, wird nicht müd, hier endet mein Lied,
    nun klatscht, sonst verschlimmerts den Schmerz.

  • J.R.R.Tolkien Khazad DumDatum24.03.2020 17:05
    Foren-Beitrag von Sneaker im Thema J.R.R.Tolkien Khazad Dum

    Hallo mcberry,

    das ist eine Übersetzung von einem Gedicht von Tolkien aus dem Herrn der Ringe. Ich habe das Original nicht miteingestellt, weil noch nicht freigegeben vom Urheberrechtsschutz. Ich kann aber den Link raussuchen und dann in den Ausgangstext einstellen.

    lG

    Sneaker

  • Kopfweide im März

    Artbecks "Kopfweide im März"

  • Kopfweide im MärzDatum23.03.2020 13:43
    Foren-Beitrag von Sneaker im Thema Kopfweide im März

    Hallo Artbeck,

    das wirkt heiter und lebensfroh, kann man gut gebrauchen bei der derzeit grassierenden Coronadepression.

    In S 1 finde ich die Kranichechos etwas abstrakt im Verhältnis zu den sehr "fühlbaren" Krokusküssen an den Wurzeln und dem Takt der Spitzmausherzen. Aber das ist mein persönliches Empfinden. Bin gespannt, wie das die anderen sehen.

    Ich geh das jetzt gleich nominieren.

    Gefällt mir sehr.

    lG

    Sneaker

  • J.R.R.Tolkien Khazad DumDatum22.03.2020 17:07
    Thema von Sneaker im Forum Übersetzungen/Übertrag...

    Durins Song https://lyricstranslate.com/de/song-durin-durins-lied.html

    Gimli rezitiert es, als die Gefährten durch Moria reisen

    Die Welt war jung, die Berge grün,
    als unbefleckt der Mond noch schien.
    Kein Wort benannte Strom und Stein
    und Durin wanderte allein,
    gab Namen dem, was keinen trug,
    trank jeder Quelle ersten Zug.
    Beim Abwärtsblick zum Spiegelsee,
    bekränzte aus des Himmels Höh’
    ein Reif des fernen Sterngefilds
    den Schatten seines Spiegelbilds.

    Die Welt wuchs grün, hehr war der Wall
    der Berge einst, tief war der Fall
    von Nargothrond und Gondolin
    - ihr Fürstenhaus ging lang dahin,
    wohl übers Meer, nach Westen, weit-
    Die Welt war schön zu Durins Zeit.

    Zum Säulengang im Bergpalast
    hoch unter goldner Decken Last,
    auf Silberflur zum Thron aus Stein,
    trat man zum Tor der Runen ein.
    Kristall’ne Leuchten gaben sacht
    ein Licht wie Mond- und Sternennacht
    gemischt mit Sonnengold von sich
    das keine Düsternis verblich.

    Am Amboss schollen Hieb auf Hieb,
    der Meißel schnitt, der Stichel trieb
    Gravuren ein in Heft und Knauf.
    Die Binge wuchs, man barg zuhauf
    Beryll und Perlen, Erz, Opal.
    Fischschuppenpanzer ohne Zahl,
    gelegt zu Helmen, Axt und Speer,
    der Hort wuchs stetig, mehr und mehr.

    Denn Durins Volk war noch nicht müd,
    zur Harfe tönte Lied um Lied,
    der Torwächter Trompetenschall
    erklang im Berg mit Widerhall.

    Die Welt ist grau, die Berge alt,
    des Schmiedefeuers Asche kalt,
    die Harfe still, der Hammer stumm,
    in Durins Haus geht Schatten um.
    Sein Grab liegt nun im Dunkel da
    in Khazad-Dum, in Moria.
    Das Sternenlicht der Krone streift
    den Spiegelsee, der nach ihr greift
    zum Grund sie zieht und dort versenkt,
    solange Durin Schlaf umfängt.

  • KehrausDatum10.03.2020 20:16
    Foren-Beitrag von Sneaker im Thema Kehraus

    Hallo mcberry,

    danke, freut mich, wenn die Assoziationen stimmen. Was hältst du von "Fledermausflügeln" als Endzeile? Weniger Stephen-King-Flair?

  • KehrausDatum10.03.2020 08:14
    Thema von Sneaker im Forum Minimallyrik

    vorfrühlingstage
    coronavirenteppich
    fledermausflüche

  • istadevataDatum02.03.2020 14:21
    Foren-Beitrag von Sneaker im Thema istadevata

    Hallo ugressmann,

    das finde ich eindrucksvoll, besonders den Mittelteil, der ist (für mich) am bildhaftesten. In S1 finde ich "bleich" beißt sich mit "weiß"

    S 2 ist wie gesagt klasse

    bei S 3 mag ich nur das mir zu stark wertende "beklemmend" nicht.

    Den Titel verstehe ich nicht, aber ich geh Tante Google fragen, ob die was weiß

    lG

    Sneaker

  • Robert Frost / Nothing Gold Can StayDatum12.01.2020 14:51

    Hallo Mcberry

    so, den Tippfehler hab ich verbessert.

    Und da "dawn" im Englischen die Morgendämmerung ist, wieso sollte die nicht in den Tag übergehen können? Ist ja per se was graduelles, vom ersten Licht bis es wirklich hell ist, also ein fließender Prozess.

    Danke und Gruß

    Sneaker

  • Robert Frost / Nothing Gold Can StayDatum11.01.2020 07:21

    Hallo mcberry,

    dein unwirklich nehme ich gern, ich hatte unirdisch wegen dem Wachstumsbezug gewählt, aber unwirklich finde ich näher dran, danke.

    Z7 ist im Original /"die Morgendämmerung ergibt sich /wandelt sich dem Tag" . Die Dämmerung, die sich ins Land senkt ist "dusk".

    Das "Gold" der Schlusszeile finde ich im Prinzip schwierig, weil Gold per se unverwüstlich ist. Was hältst du von "nichts Strahlendes" ? Daran kaue ich schon eine Weile.

    Danke und Gruß

    Sneaker

  • Robert Frost / Nothing Gold Can StayDatum10.01.2020 14:04
    Thema von Sneaker im Forum Übersetzungen/Übertrag...

    Nature’s first green is gold,
    Her hardest hue to hold.
    Her early leaf’s a flower;
    But only so an hour.
    Then leaf subsides to leaf.
    So Eden sank to grief,
    So dawn goes down to day.
    Nothing gold can stay.

    Gleich Gold glänzt erstes Flurengrün
    - fast unwirklich in seinem Glühn -
    wie eine Blüte, prangend pur,
    jedoch kaum eine Stunde nur,
    denn Blatt für Blatt verwandelt sich,
    Eden besteht nicht ewiglich.
    Kein Morgenglanz schmückt tags das Land,
    nichts Goldenes hat je Bestand.

  • W. Shakespeare S. 60Datum10.01.2020 14:04
    Foren-Beitrag von Sneaker im Thema W. Shakespeare S. 60

    Hallo McBerry,

    als ein Liebesgedicht habe ich es wohl versöhnlicher ausklingen lassen, als das Original sich darbietet. Ich lass deine Anmerkung mal sacken und versuche mich an einer weiteren Version, die ich darunter setzen werde.

    Danke und Gruß

    Sneaker

  • W. Shakespeare S. 60Datum06.01.2020 19:58
    Thema von Sneaker im Forum Übersetzungen/Übertrag...

    Like as the waves make towards the pebbled shore,
    So do our minutes hasten to their end;
    Each changing place with that which goes before,
    In sequent toil all forwards do contend.
    Nativity, once in the main of light,
    Crawls to maturity, wherewith being crown'd,
    Crooked elipses 'gainst his glory fight,
    And Time that gave doth now his gift confound.
    Time doth transfix the flourish set on youth
    And delves the parallels in beauty's brow,
    Feeds on the rarities of nature's truth,
    And nothing stands but for his scythe to mow:
    And yet to times in hope my verse shall stand,
    Praising thy worth, despite his cruel hand.

    Wie Wellen, die zum Saum der Küste treiben,
    verlandet uns die Zeit minutenweise,
    und jede wird denselben Sand beschreiben
    gleich anderen zuvor auf ihrer Reise.
    Bist du in diese Welt hineingeboren,
    geht‘s mühsam Richtung Reife, doch Erreichen
    bedeutet nur, du hast schon halb verloren.
    Was Zeit uns gibt wird durch die Zeit verbleichen.
    Der erste Biss der Jugend kommt abhanden,
    die schönste Haut wird tiefe Falten zeugen,
    die Wunder dieser Welt in allen Landen
    sich im Zerfall der Zeitenwende beugen.
    Sei`s drum. Ich will trotzdem voll Hoffnung schreiben
    wie wert du bist, für immer Du zu bleiben.

  • Gabriela Mistral / Dame La ManoDatum26.08.2019 13:52
    Thema von Sneaker im Forum Übersetzungen/Übertrag...

    Dame la mano y danzaremos;
    dame la mano y me amaras.
    Come una sola flor seremos,
    come una flor, y nada mas...

    El mismo verso cantaremos,
    al mismo paso bailaras.
    Como una espiga ondularemos,
    como una espiga, y nada mas.

    Te llama Rosa y yo Esperanza:
    pero tu nombre olvidaras,
    porque seremos una danza
    en la colina, y nada mas...

    Reich mir die Hand und lass uns tanzen,
    reich mir die Hand und liebe mich,
    lass uns erblühen zu einem Ganzen,
    wie eine Blume, und weiter nichts...

    Die gleichen Lieder lass uns finden,
    zu gleichen Schritten geleite mich,
    lass Ähre uns werden, gewiegt von Winden,
    wie eine Ähre und weiter nichts...

    Nenne dich Rose und ich mich Hoffen,
    doch deinen Namen, vergiss ihn für mich,
    wir wollen nur Tanz sein, völlig offen
    Tanz auf den Hügeln und weiter nichts...

  • W.B.Yeats / Love And The BirdDatum19.08.2019 13:54
    Foren-Beitrag von Sneaker im Thema W.B.Yeats / Love And The Bird

    Hallo Alba und McBerry

    schön, dass euch die Übertragung im Großen und Ganzen gefallen hat.

    @McBerry

    Den Zwergfink hab ich genommen, weil ich nicht so recht wusste, welchen Vogel ich da setzen sollte. Spatz habe ich kurz angedacht, aber verworfen, weil das ein "m,ost common Bird" wäre, also ein 08/15 Piepmatz. Dein Zaunkönig gefällt mir aber auch sehr, vielleicht sogar einen Tacken mehr, weil der Bekanntheitsgrad höher ist.

    Bei dem Mond, naja Yeats hat ein Reimschema vorgegeben, das ich mit "Spiel" begonnen habe, danach ergab sich das Reimwort zwanglos, und den Mond wollte ich nicht unbedingt "zerfallen" lassen, zumindest nicht im Moment der Übertragung. Es war eine einfache Lösung, aber die muss ja nicht zwangsläufig bestehen bleiben. Ich mach mir einen Kopf über eine weitere / andere Version. Auch in Bezug auf die Schlusszeile.

    Danke und Gruß

    Sneaker

  • Hallo Mcberry,

    schön, dass dir die Übertragung zusagt. Die Verdichtung am Schluss hat sich mehr oder weniger so ergeben, sie schien mir im damaligen Zeitpunkt naheliegend und so habe ich sie halt übertragen.

    lG

    Sneaker

  • Wilfred Owen / Anthem For Doomed YouthDatum28.07.2019 13:21
    Thema von Sneaker im Forum Übersetzungen/Übertrag...

    Anthem For Doomed Youth

    What passing-bells for these who die as cattle?
    Only the monstrous anger of the guns.
    Only the stuttering rifles' rapid rattle
    Can patter out their hasty orisons.

    No mockeries now for them; no prayers nor bells,
    Nor any voice of mourning save the choirs,--
    The shrill, demented choirs of wailing shells;
    And bugles calling for them from sad shires.

    What candles may be held to speed them all?
    Not in the hands of boys, but in their eyes
    Shall shine the holy glimmers of good-byes.
    The pallor of girls' brows shall be their pall;

    Their flowers the tenderness of patient minds,
    And each slow dusk a drawing-down of blinds.


    Hymne auf eine verlorene Generation

    Mit welcher Glocke soll man Schlachtvieh ehren?
    Nur der geballte Zorn von Trommelfeuern,
    nur das Stakkatostammeln aus Gewehren
    kann Ihnen schnelle Paternoster leiern.

    Bonmots, Gebete, Glocken gibt es nicht,
    nur irren Orgelklang, er pfeift getragen
    ein Lied, das mit dem Einschlag jäh zerbricht;
    und Hörnerechos, die von weither tragen.

    Was hilft als letztes Licht für so ein Ende?
    nicht das von Kerzen, nur in Kinderaugen
    scheint „Herr in deine Hände“ recht geschrieben,
    nur Trauer kann als Leichentuch hier taugen,
    Erinnerung anstatt der Blumenspende,
    den Vorhang zu, hat sich der Tag zerrieben.

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