Schau ihm nicht nach und komm denke an mich.
Niemand darf, niemand kann dich jemals finden.
Oh, meine Liebe, behalt es für dich.
Du bist Gemahlin und königlich, ich!
Herrscher wie mich kann man nicht überwinden.
Schau ihm nicht nach und komm denke an mich.
Jeden, der um unser Königreich schlich,
findet man sorgfältig hängend an Linden.
Oh, meine Liebe behalt es für dich.
Glück, das von unserer Seite mal wich,
lässt sich zu treuem Soldatenpack schinden.
Schau ihm nicht nach und komm denke an mich.
Bleiben wir weiterhin überglücklich!
Lass uns doch sämtliche Enden verbinden.
Oh, meine Liebe behalt es für dich.
Hoppla, dein Herz, das bekommt einen Stich -
mitten hinein - und du fällst mir nach hinten:
Schau ihm nicht nach und komm denke an mich.
Oh, meine Liebe, behalt es für dich.
Öde Ufer geh ich lang,
öd und öd und öder;
kein Laut: kein Rascheln,
kein Vogelgesang,
weder, weder, weder...
An glatter Betonwand,
wie ich nun seh,
klebt schmutziger Flockenschaum.
Von weitem erschien er mir
weiß wie Schnee,
schmucker als Zucker im Lichterbaum.
Durch das Trübe wat ich hin,
trüb und trüb und trüber;
ein müdes Fischlein
zerschwimmt bald darin,
müd und müd und müder...
Auf dunkelsten Wellen
leuchten sie auf,
die Regenbogennarben,
auf halbtoten Schuppen
brechen sich auch
die gleichen grellen Farben.
Schmutziger Schnee,
schmutziger Schnee
treibt näher, immer näher;
schmutziger Schnee,
schmutziger Schnee,
weh und weh und weher...
Lchläe mir zu
hlat mit mir Hechdnän
mcah mcih vrüerkct
lcok mcih ins Wchädeln
grure biem sretchilen
sei zilräcth mir acuh
schireb mit dem Fgenir
auf mieenm Bcuah
schihcelme die Zgnue
mit dineen Lpepin
lsas mcih am Natekr
vloltenkurn nppein
hau mir die Fseren
michätg ins Kurez
klarl mir den Reknücn
bis ich mcih schunez
kuarl mir die Hraae
auf mnieer Brust ich
ltscuh dcih am Zeh
bis ich vor Lsut ver
geh
Des Nachts erscheinst du mir mit einem Schleier
und Tags darauf verbleibt ein leises Wehn;
ich spür dich fordernd im Zenite stehn -
du taust mein Lächeln wie den dunklen Weiher,
der Unken einlädt, an den Rand des Eises,
sich aufzuwärmen vor dem Silberreiher,
der lieber wartet auf den Schwarzen Freier
als Gift zu kosten. Ja, fürwahr, ich weiß es.
Oh, Leben, streich mit schwerer Hand die Leier,
die ich allein dir halte! Komm und lehn
dich an, an mich - nimm Kraft genug von mir!
Ein Freund wird gehn. Komm lass ihn länger hier;
ich brenne meines schneller ab zur Feier,
begleit mich - aber lass sein Licht bestehn.
Er saugte daran, zog die nassen Haarbüschel mit den Zähnen aus dem Abfluss-Einsatz und kaute daran bis es ihn schüttelte. Sie versuchte solange in einem Versandhauskatalog ihren Höhepunkt zu bekommen, bis er wieder eintrat.
- Und? Läuft das Wasser wieder schön ab?
- Ja, natürlich.
- Hast du was von mir gefunden?
- Ja, ich glaub von letztens, als du dich mit meinem Bartschneider rasiert hast und dich zwei Tage nicht gewaschen hattest - war klasse!
Dabei ließ er langsam und genussvoll die Lider über die Augäpfel sinken.
- Du, sag mal, welches steht mir besser, das Blaue oder dieses Grüne?
Dazwischen knisterten die bunten Seiten.
- Nimm das Grüne. Definitiv das Grün!
- Na gut. Ich glaub Blau steht mir wirklich.
- Mhm. Sollten wir es jetzt nicht wieder mal versuchen, mit der Schwangerschaft?
- Warte bis ich die Bestellung fertig hab – aber du kannst schon mal anfangen.
- Von welcher Seite haben wir es letztes Mal versucht?
- Nordost , von den Rippen aus.
- Dann mal los...
Er begann sie, vom Solarplexus angefangen, langsam abwärts zu küssen, bis knapp vor den Nabel, den er dann mit der Nasenspitze umkreiste und wieder zurück.
- ...diesmal sind sie Blau, es könnte klappen.
- Warum, hast du noch mal gesagt, dass sie sich dort sammeln?
- Weil alle Härchen am Bauch in diese Richtung wachsen. Nur hier kann es sein – glaubs mir.
- Ja, mach weiter. Ich seh’s ein. Diesmal sind es ganz viele. Blaue. Bestimmt klappts!
Sie legte den Katalog zur Seite und schloss konzentriert die Augen. Nichts wünschte sie sich sehnlicher als ein Kind.
nie hätte ich gedacht
maskulines Obstakel zu sein
bei einem Sprint von
Hürdenläuferinnen
ich geriet nicht
zwischen schlanke
strauchelnde Schenkel und war
keine Unterlage auf Tartan für
Tränen und
aufgeschürfte Ellbogen
nein - die Siegerin
streifte mich erst beim
Ehrenrund androgyn mit
Fingerkuppen
ohne Fahne
aber mit Blick und Wellen
auf dem Lächeln
wie Amazoniens Liane den Strom
Ich weiß nicht, hast du es gewußt,
warum Blumen Blüten tragen,
warum alle Blumenblüten
schöne Blütenblätter haben?
Ich dachte Blumen wären da
um Menschen zu erfreuen;
und Freude wäre darum da,
um Liebe zu erneuern.
Und Liebe würde uns vereint
die schönste Zukunft schenken...
Bis
ein Alptraum einer Jugendnacht
mich lehrte umzudenken:
Da kamen Menschen, endlos viele,
in fruchtbar-schöne Auen,
begannen sogleich reg-geschäftig
nach Blumen auszuschauen,
und da war überall nur Frühling -
Blumenwiesen ringsumher -
doch sie suchten, suchten, suchten,
fanden aber keine mehr.
Mich aber packte kaltes Grauen,
mit dem ich dann auch bin erwacht,
und heute scheint's mir oft verwirklicht
das fremde Traumbild jener Nacht,
so ich denn Menschen wieder sehe,
vorübergeh'n als wär'n sie blind,
an Blumen die in meinen Augen
bezaubernd schön und edel sind.
Und wenn sie sprechen, sprechen sie
von ebendiesen Blumen
und wenn sie träumen, träumen sie
von solchen Blumenwiesen
und doch gehn sie vorbei im Suchen,
bemühen sich vergebens,
da sie so nicht zu finden sind
im Flutlicht ihres Lebens.