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  • Ich kann mich malDatum12.11.2018 08:08
    Foren-Beitrag von gugol im Thema Ich kann mich mal

    Danke dir. Sich selbst mal aus Abstand betrachten, über sich selber den Kopf schütteln oder lachen, kann echt heilsam und befreiend sein. Dazu dient so ein kleines Gedankenexperiment mit Perspektivenwechsel. LG gugol

  • Ich kann mich malDatum12.11.2018 07:35
    Thema von gugol im Forum Humor und Fröhliches

    Ich laufe manchmal vor mir selbst davon
    und schau mir dann verdrossen hinterher.
    Ermattet von der Zagerei und auch
    von meinen dummen Zweifeln, lasse ich
    mich hinter mir. Es reicht! Ich bleibe stehen.

    Dort sehe ich mich um die Ecke flitzen
    und stell verwundert fest: Es geht ja doch,
    ich muss mir nur mal selbst den Laufpass geben.
    Und welch ein Glück, nach all der Selbsterkenntnis,
    da hole ich mich jeweils wieder ein.

  • der blaue planetDatum11.11.2018 20:07
    Foren-Beitrag von gugol im Thema der blaue planet

    Nach einer Katastrophe kann es noch fast infernalischer sein als mitten drin. Hier gelingt es dir, eine triste Stimmung zu erzeugen und beim ersten Lesen dachte ich "jawoll". Die ersten vier Zeilen dünken mich auch jetzt noch in sich recht stimmig, obwohl: Licht dringt auch ohne Katastrophe nicht bis in unendliche Meerestiefen, das ist eigentlich ganz normal.
    Die weiteren Zeilen passen irgendwie nicht so ganz zum Anfang. War der Vulkanausbruch die Katastrophe und ist nun wieder still? Aber was stört das die Wale? Die verbrannten Netzhäute sind total hinüber, da ist es dann irrelevant, ob noch was drauf eingebrannt ist, ausserdem wird dadurch suggeriert, dass es mal so etwas wie einen Beobachter gegeben hat. LG gugol

  • Treue kann teuer seinDatum11.11.2018 09:23
    Foren-Beitrag von gugol im Thema Treue kann teuer sein

    Wäre es denn nicht einfacher, deinen Nicknamen auf E-Lit zu ändern?
    Ich verstehe deinen Unmut, andererseits muss man in der virtuellen Öffentlichkeit immer damit rechnen, dass ungewollt Verbindungen entstehen und Menschen sich anders verhalten, als einem lieb ist. Gegen das Ausfegen habe ich persönlich jedoch nichts, denn auch ich wäre froh, wenn es in diesem Gedichteforum wieder mehr um die Gedichte als um die Befindlich- und Überheblichkeiten deren Autoren geht (damit meine ich nicht deine Klage hier). LG gugol

  • Die HölleDatum09.11.2018 21:36
    Foren-Beitrag von gugol im Thema Die Hölle

    Oh mcberry, ich habe dieses TACK gehört (echt wahr!), es war ein scharfes, schneidendes, giftiges, alles vernichtendes TACK. Stell dir die Situation vor: Leeres Email mit mp4 im Anhang, morgens um 6, du hast keine Ahnung, was dich erwartet, hörst erst dieses ewige gleichförmige ticktack tickticktack; du hast dich schon ein kleines Bisschen damit abgefunden, dann... TACK!! Höllischer geht fast nicht mehr.
    Aber ich geb dir ja auch irgendwie recht: Wer es nur liest und sich ein langweiliges TACK vorstellt, wäre eher für ein WAWUMM. LG gugol

  • HOMO PEDANTICUSDatum07.11.2018 09:05
    Foren-Beitrag von gugol im Thema HOMO PEDANTICUS

    Das kommt hier Schlag auf Schlag! In Z1 und 2 musste ich rhythmisch zweimal ansetzen, aber es lässt sich okay lesen. Ich finde, du hast sehr treffende Beispiele witzig aneinandergereiht, wobei es ja auch ein durchaus ernstes Thema ist. Selten verlinke ich ein eigenes Gedicht in einem fremden Faden, aber hier dünkt mich unser Drahtseilakt wirklich passend: Die gesunde Mitte finden zwischen Chaos und Struktur. Gern gelesen und gelacht. LG gugol

  • Vorschläge für ein Herbstgedicht 2018Datum06.11.2018 05:41

    Ja, ich auch.

  • Esterweger KladdeDatum03.11.2018 07:15
    Foren-Beitrag von gugol im Thema Esterweger Kladde

    Warum denn wirr/Unsinn? Warum "aus jedem Zusammenhang gerissen"? Abgesehen davon, dass dem Gedicht die Zeilenumbrüche fehlen bzw. durch / ersetzt sind, ist da mMn wenig wirr, sondern es handelt sich um eine gekonnt erzählte, sehr vielschichtige Geschichte.
    Ein KZ-Häftling findet oder besitzt eine (Rasier)klinge, die er unter der Zunge versteckt, was natürlich gefährlich ist, durch das Wortspiel mit "klinge" im Heilewelt-Weihnachtslied aber konterkariert wird.
    Er findet auch ein kariertes Heft, das er unter seinem gestreiften Sträflingshemd versteckt. Mit den beiden Dingen macht er sich davon - in der Wunschvorstellung raus aus dem KZ, real nur in eine einsame Ecke. Dort beginnt er Scherenschnitte zu gestalten, erst grafische Muster (auch hier wieder sein Traum von Freiheit in Wortspielereien wie z.B. "Flucht-punkt-perspektive"); später Heileweltszenen mit den Schnucken auf der Heide, Kirchenfenstern mit grün als Symbol der Hoffnung hinterlegt usw. Das Gedicht ist voll solcher Hinweise. Neben dem Häftling geht das gewohnte Lagerleben mit dem Geschrei der Aufseher und ihren bellenden Hunden seinen Gang, er nimmt es jedoch nur als eine Art Kulisse wahr, ganz in seine Arbeit vertieft. Aber am Ende blitzt doch seine Wut auf den ganzen Laden da durch. Je öfter ich den Text lese, desto mehr versteckte Symbole und Hinweise kommen zum Vorschein.
    Und in das alles ist gekonnt mit S p e r r s c h r i f t (nennt man doch so, nicht?) dieser (Kinder)Spruch von Wilhelm Busch eingeflochten, der im hiesigen Kontext doch recht zynisch wirkt, auf den aber wiederum das Gedicht selbst hinweist ("Kindersprüche in die Mitte").


    Gerne habe ich hierfür nicht alle Nadeln an der Tanne, auch wenn ich es im Grunde schade finde, ein Gedicht dermassen zu zerreden. Aber die egozentrische Haltung: "Wer mein geniales Zeug nicht versteht, ist einfach zu blöd. Wer so schreibt, dass ich es nicht verstehe, ist einfach unfähig", hab ich langsam satt und sie scheint in letzter Zeit hier zu grassieren. LG gugol

  • SchnautzeDatum02.11.2018 10:56
    Foren-Beitrag von gugol im Thema Schnautze

    Und was will er von den verdammten Pennern?

    Das geächtete, von der ach so dummen Menschheit verkannte, Genie. Ein uraltes Spielchen...

  • Esterweger KladdeDatum30.10.2018 07:38
    Foren-Beitrag von gugol im Thema Esterweger Kladde

    Beeindruckend, wie du hier mit Worten eine Szene malst. Die Scherenschnitte entstanden direkt vor meinem inneren Auge. Als Nicht-Deutsche musste ich rasch googeln, was es mit Esterwegen auf sich hat, ich denke die Szene spielt sich im dortigen KZ ab (?). Jedenfalls wäre es passend - Nachbildung eines Stücks Normalität und heiler Welt, wo es niemals Sonntag wird.
    Die Darstellung verlangt dem Leser einiges ab, aber das Gedicht im Gedicht ist echt gut gemacht und an der Sprache fände ich kein Haar in der Suppe - tolle Wortspielereien. Sprachlich etwas vom Besten, was ich bislang hier gelesen habe. LG gugol

  • rabenDatum30.10.2018 07:23
    Foren-Beitrag von gugol im Thema raben

    Ja wirkt nun inhaltlich logischer. S1Z4 "liegen" nicht "liegt", Wandlungen ist Mehrzahl. LG gugol

  • rabenDatum28.10.2018 17:59
    Foren-Beitrag von gugol im Thema raben

    Wenn die Rabenvögel so geduckt auf den Drähten hocken, sehen sie wirklich aus wie Sitzstreikende. Aber manchmal wehren sie sich auch ganz schön lautstark, gegen Milane z.B., oder sie nehmen dominant ganze Felder in Beschlag. Dennoch: Gut beobachtet und zur Metapher gemacht. Was ich mich allerdings frage: Hat "geheim" etwas mit "plötzlich" zu tun? In S2Z2/3 verwendest du es als Gegensatzpaar. "etwas Neues schaffen wollen sie nicht"... Vögel wollen eh nichts (obwohl Raben ganz schön klug sind), aber du benutzt sie ja als Metapher, dann finde ich es okay. Re-Volution - ist das nun was Neues oder zurück zu was Bewährtem? Bei der Re-form ist es ja klar ein Zurückformen, wie es bei Re-volution ist, hab ich mir noch nie so genau überlegt.
    Tippfehler: "Revolutionen finden" oder "Revolution findet". LG gugol

    [[File:180930_3.JPG|none|auto]]

  • Das RotkehlchenDatum26.10.2018 21:23
    Foren-Beitrag von gugol im Thema Das Rotkehlchen

    Ein Vögelchen, das sich meinen Türvorleger zum Sterben aussucht... wäre ja irgendwie fast eine schöne Vorstellung, nicht? Selbstverständlich hast du recht, alba, das ist der Lauf der Natur und die Zähne sind nur eine mögliche Todesursache (eine prototypische Bedrohung oder so), ehrlich gesagt auch ein bisschen reimgeschuldet. Ebenso ist ja auch der Vogel ein Symbol für etwas besonderes Verlorenes, denn das Gedicht steht bewusst nicht unter "Natur". Das Seltsame: Heute fand ich wieder ein Rotkehlchen, am Boden hockend, völlig schlapp, sodass ich mich bis auf zwei Meter nähern konnte. Nach einer Weile hüpfte es davon, vielleicht hatte es nochmal Glück? Ich mag übrigens Katzen, auch wenn ich selber keine besitze.
    Was die Tränen anbelangt: Die nützen doch nie einem anderen, schon gar keinem Toten, weder Vogel noch Mensch, sondern sind halt einfach da, nutzlos, utilitaristisch betrachtet. Ausserdem weise ich ja auf deren Sinnlosigkeit mit der Frage "was soll das?" (= Weinen ist doch nicht angebracht) in S3Z2 hin.
    Danke alba und TMP für die Zustimmung. LG gugol

  • Die Konferenz: XX Das Schluss-DinnerDatum26.10.2018 11:08
    Foren-Beitrag von gugol im Thema Die Konferenz: XX Das Schluss-Dinner

    Die beiden genannten Künstler waren mir auch nicht bekannt, es gibt aber tatsächlich Gemälde von denen im "Train bleu". Tja alba, kann ich mir schon vorstellen, dass dir beim Lachs das Wasser im Mund zusammenlief. ;) Werde Hauskatze an einer Uni und freunde dich mit den Professoren oder Postdocs an, vielleicht nimmt dich dann mal einer mit auf so einen Kongress. Oder werde Mitglied in einer namhaften Katzenstiftung, da gibt es bestimmt auch ähnliche Veranstaltungen.
    Rattatouille müsste ich mir mal wieder angucken, ist ewig her. Jedenfalls danke TMP für das "ziemlich gut", wenn auch nur "eigentlich"...

  • Das RotkehlchenDatum26.10.2018 10:58
    Thema von gugol im Forum Düsteres und Trübsinniges

    Da lag es, tot, als ich nachhause kam,
    schon starr der Körper und der Augen Blick.
    Hier halfen weder Beten noch ein Trick,
    die zarten Vogelschwingen blieben lahm.

    Ich konnte es doch heute singen hören,
    es hatte mich am Morgen aufgeweckt
    und mich mit seiner Melodie beglückt,
    sodass ich lauschte, ohne es zu stören.

    In meinen Augen glitzert eine Träne –
    was soll denn das? Es war ein wildes Tier,
    in unsern Wäldern leben davon Horden!

    Trotz allem ist mir dieses lieb geworden
    und wie es da so liegt, gesteh ich mir:
    Oft sind wir machtlos gegen scharfe Zähne.

  • menschlichDatum23.10.2018 10:38
    Foren-Beitrag von gugol im Thema menschlich

    @ mcberry: Tatsächlich fragte ich mich, ob ich "allein" einfach so mit "einsam" umschreiben darf. Deine Anmerkungen dazu sind interessant.
    Was den Eisvogel anbelangt: Er ist kein Schwarmvogel, also so gesehen ein Einzelgänger. In der Brutzeit betreut ein Männchen bis zu fünf Weibchen und deren Brut. Ich habe dieses Jahr viele Stunden mit der Beobachtung und dem Fotografieren der Eisvögel zugebracht. Oftmals sah ich sie zu zweit, auch nach der Brutsaison (auf dem Bild gibt einer dem anderen einen Fisch). Und einmal erlebte ich genau das Beschriebene: Kaum 2m vor mir pfitzten zwei wie die Raketen an mir vorbei. Ob sie sich mochten oder der eine den anderen verfolgte, kann ich natürlich nicht sagen.
    Formal neige ich zu wenig Absätzen in Flliesstexten, nachdem sich die Unart verbreitet hat, nach jedem längeren Satz einen Zeilenumbruch zu machen. Aber kann man geteilter Meinung sein.

    @TMP: Aus meiner Sicht hat der Text nichts Lyrisches, fällt also klar unter Prosa/Erzählung. Was ist an einem lyrischen Spannungsbogen anders als an einem in Prosa?

    @ alba (präventiv): Krallen weg von meinen Eisvögeln

    LG gugol

    [[File:180422.JPG|none|250px|250px]]

  • Die RettungDatum21.10.2018 21:57
    Foren-Beitrag von gugol im Thema Die Rettung

    Ja klar, am Ende der Geschichte natürlich = es gab kein Wunder, aber das LI wurde sich seiner eigenen Kraft bewusst.

    Eben, das Licht kam von oben rein (obwohl Licht nicht der Schwerkraft unterliegt, wird es hier so beschrieben). Und wo das Licht einfällt, gibt es allenfalls auch einen Ausgang. Würde eben doch für die orange Variante sprechen. LG gugol

  • Die RettungDatum21.10.2018 19:45
    Foren-Beitrag von gugol im Thema Die Rettung

    Hey Joame
    Grrr dieses blöde "nicht", jaja es will nicht unbetont sein, denn es macht ja genau den Unterschied zwischen "gestört" und eben "nicht gestört". Muss ich mir also was überlegen. Was das Licht anbelangt, gingen meine Überlegungen in dieselbe Richtung wie deine, deshalb das "so wie". Andererseits erkennt das LI dank dem Licht den Ausgang im Dach oder sonstwo oben, und da es nicht körperlos wie Licht ist, geht es eben doch eher um den Ort: Dort, wo das Licht rein kam, kann ich auch raus. Das würde vielleicht dann auch das von dir genannte bedauernswerte Problem des Protagonisten abschwächen.
    Danke, hast du dich in die Übung so rein gedacht, so mag ich das hier. LG gugol

  • Die RettungDatum21.10.2018 14:04
    Foren-Beitrag von gugol im Thema Die Rettung

    Um mich geht es hier eigentlich nicht. Das ist ein Gedichteforum, dessen Sinn darin liegt, mit anderen an Gedichten zu arbeiten (Kommentare, die sich auf den Text beziehen, gerne auch sachlich kritisch). Naja, sei trotzdem erstmal willkommen. gugol

  • C. Baudelaire / RecueillementDatum20.10.2018 18:27
    Foren-Beitrag von gugol im Thema C. Baudelaire / Recueillement

    Beeindruckend! Ein Sonett bei der Übersetzung in Form und Inhalt erhalten, das stelle ich mir sehr schwierig vor. Und du tust es gleich zweisprachig. Zur englischen Version kann ich nichts sagen, aber die deutsche liest sich schön.
    Drei pingelige Kleinigkeiten fallen mir auf, und weil das Gedicht gut ist, denke ich, ich darf die hier anmerken:
    S2Z1: Das "ganz" klingt zünftig nach Füllsel. Ginge vielleicht "hundsgemeine"?
    S2Z4: Das "Kummer" müsste mMn der Einschub sein, deshalb Komma so: "gib, Kummer, mir..."
    S4Z2: Komma nach "nur"
    Gern gelesen! LG gugol

    Später, wo ich schon so mit den Kommata pingele: Am Ende von S1Z1 und Z3 kommt auch noch je eins hin.

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