Wenn die Bäume ihre Stecken,
blattlos in den Himmel recken,
Schnee und Regen, welch ein Graus,
pfeifen ständig um das Haus,
dann ihr Narren seid bereit,
es ist wieder Kappenzeit.
Hundert Jahre „Ernst der Neger“,
feiert Mainz den Stimmungsträger,
Schwellköpp,Garden und Mariechen,
lassen selbst den Krüppel kriechen,
Kompanien von Kalmucken,
bringen strammen Schenkeln Zucken.
Jeder geht nun aus dem Haus,
schunkelt, singt und gibt Applaus,
rote Nasen, voll Entzücken,
tief in bloße Busen blicken,
Mannes Kraft ist stets beglückt,
doch im Ernstfall, eingenickt.
Doch nach ein paar Tagen dann,
glättet sich der Massenwahn,
Kinder,Mütter und der Vater,
führen Gassi ihre Kater,
bis zur nächsten Narrenzeit,
wenn es heißt:“Jeck, sei bereit“.
Oft steh ich hier auf dieser kleinen Lichtung,
und schau hinauf in jene fernen Welten,
die unerreichbar sind für irgendeine Dichtung,
gestempelt schlicht zu „weiten Sternen zelten“.
Ich leg mich auf den Rücken dort ins Gras,
und lass aus diesem Füllhorn Leere in mich fließen,
sie füllt mich bis zum Rand, es klingt in mir:“ das wars“,
denn voller Nichts, kann ich ganz tief die Welt genießen.
Ich sehe Nebelfetzen über Wassern lautlos schweben, am Rand des Hafenbeckens bin ich heute gern gestrandet, an meinen Stiefelspitzen, fühle ich den Wüstensand noch kleben, bin wieder fern benommen, eben erst gelandet.
Der große Puppenspieler hält mir noch stramm die Fäden, er führt mich immer wieder gern zurück an diesen Ort, wo meine Seele Demut fühlt und nur die Wellen reden, zur See, den Stürmen, großen Schiffen und an Bord.
Die schwere Luft dringt nun ganz tief mir in die Lungen, sie riecht nach Seetang,Salz, Kalfater und auch Teer, in Kindertagen bin ich hier wild und oft gesprungen, doch heute füllt mich Ruhe aus und Sehnsucht nach dem Meer.
Es fragte die Freifrau von Minden,
wie kann ich beim Freiherr was zünden?
Nach längerem Bitten,
strafft man Po und T.....
Im Netz kann man heute sie finden.
Babylon, deine Türme sind gefallen,
zu Asche verbrannt scheinen die Früchte des Mammon,
und grauer Schnee deckt gnädig die Felder,
auf denen Krösus einst wandelte.
Babylon, deine Mauern sind geschleift,
Legionen von Schwertern strömten der Sonne entgegen,
sie nähren die trockene Erde des Hasses mit Blut,
und lassen die Saat der finsteren Erfüllung keimen.
Babylon, weine um deine vergeblichen Opfer,
denn Stahlgewitter zerbrachen im Sturm der vielköpfigen Schlange,
die sich nährt aus dem Sumpf unwissender Armut,
gespeist aus dem Feuer fanatischen Glaubens
Ich fühl ihn noch, den Sand an meinen Füssen,
ein wenig klamm, doch seidenweich und fein,
in Nebelbildern muss ich heute büßen,
der Sog der Freiheit war ein falscher Schein.
Wie spielerisch durchschritt ich doch die Fluten,
und meinen Weg verwischten Sand und Meer,
die Last der Zeit lässt mich nun still verbluten,
mein Kopf ist dunkelvoll, der Kern der Seele leer.
Fast kindlich flach sind einstmals feste Spuren,
und taumelnd suche ich den letzten Weg,
die schwarzen Vögel dort, die schicken die Auguren,
so lockend ruft das Meer, am morschen Steg.
He Fremder, geh nicht so vorüber,
leg deine blasse Seele auf den Tisch,
erzähle mir von fernen Nebelwäldern,
ich lad dich ein, denn heute hab ich Fisch.
Ich schenke dir das Lachen meiner Perlen
und drück dein klammes Herz ganz fest an meine Brust,
lass mich in deinen Sorgenfalten graben,
komm nah zu mir, in tiefer stiller Lust.
Ich sah dich nie, doch fühlte ich den Reigen,
der uns ganz tief und ewiglich verband,
denn trennen uns auch Meer und Kontinente,
stets suchte ich die zarte, starke Hand.
Leb wohl mein Sohn, ich hör den Bootsmann pfeifen,
die Zeit ist um, kein Seesack mehr gepackt,
wenn er dich ruft, dann kannst du nicht mehr kneifen,
so wie ich kam, so geh ich; also nackt.
Vergiss mich nicht, such mich nicht in den Grüften,
ich geh nicht LUV, ich treibe fort in LEE,
reit mit dem Wind, hoch oben in den Lüften,
und peitsch im Sturm, die weite, wilde See.
Oh du Geliebte, ich muss jetzt von dir lassen,
das Dunkel ruft, und ich gehe an Bord,
denn auch das Bild von mir, es wird schon bald verblassen,
doch Sturm und Wind, die bringen dir mein Wort.
Ich lege ab, zu fernen Sternenwelten,
und tauche ein, in bunter Lichter Glanz,
schick dir ein Sternenschweif, an dunklen Himmelzelten,
als Frühlingshauch umkos ich dich beim Tanz.
Auch ihr Kumpanen, wilde Spießgesellen,
die Leinen los, ich wünsche euch viel Glück,
kann mich nicht mehr zum Trunk zu euch gesellen,
denn von der Reise hier, komm ich nicht mehr zurück.
So lebt denn wohl, ich hör den Bootsmann pfeifen,
und dort am Ruder, dieser Kerl aus Bein,
hoch auf den Rahen schon, die Totenvögel keifen,
ich bin die Mannschaft, ich gehe ganz allein.
„He, Sie da können Sie mir bitte sagen wie ich nach ...?“ „Meint der mir? Icke fühl mir nicht anjesprochen, schon jarnich von son feine Pinkel“.“Jo, mei, Saupreiss elender!“
Die Vielfalt der Sprachen lässt uns mitunter gegen Wände laufen. Meinen wir eine dieser tückischen Verbalkommunikationmittel zu beherrschen, kommt sicher einer der uns eines Besseren belehrt. Schon gesprochen ist es problematisch und erst das geschriebene Wort.
Eine falsche Betonung, ein unbedachtes Satzzeichen, lösen Kriege aus. Ist es schon im Alltagsleben fast unmöglich nicht missverstanden zu werden, dann garantiert in der Politik.
Hier herrscht die Kunst der Fragenbedarfssteuerung. „Also, wenn ich Sie recht verstanden habe, dann......... (vorsicht sofort unterbrechen denn nun lenkt er/sie nach Bedarf von der Frage ab und ergeht sich stundenlang in eigenbedarfstützender Verbalerotik)
Dann die Sonderformen für bestimmte Berufsgruppen. Hier gibt es so etwas wie eine chiffrierte Geheimsprache. So können sich Beamte und Juristen stundenlang unterhalten ohne das ihr nichteingeweihtes Umfeld nur ein Wort versteht.Nur nicht ein so verfasstes Schriftstück unterschreiben, dann wird es für den Normalo eng. Zu dieser Gruppe gehört auch die schreibende Zunft. Lyriker freuen sich diebisch, wenn niemand nicht nur ein Wort, geschweige denn den Inhalt, versteht. Und dann die Neuwortschöpfungen. Nein, die bestehende Sprache genügt nicht. Jeder fühlt sich aufgerufen neuen Wortsalat zu produzieren.
Bekannte Begriffe werden neu gestaltet. Aus dem Auto wird ein vierrädriges, maschinengetriebenes Transportfahrzeug für den Personenverkehr, aus der Liebe eine hormonell gesteuerte Bewusstseinstrübung zur Begünstigung der Fortpflanzung. Unzählig sind die Toten und Verwundeten solcher Kriege, ganz zu schweigen von den Krüppeln.
Ja Babylon ist überall.
Schwere Ketten nehmen mich gefangen,
hinter hohem Blau ein ferner Stern,
und das Herz zerrissen von den Zangen,
du bist nah, und doch so endlos fern.
Grau und mächtig sind die Klagemauern,
und dumpf hüllen sie dich jetzt nun ein,
schwarze Vögel auf der Krone kauern,
tief im Herzen glänzt ein grauer Schein.
Wo sind sie, die einstmals bunten Jahre?
Mit den Möwen flogen wir im Wind,
Unverständnis liegt heut auf der Bahre,
und dort zwischen Gräbern spielt ein Kind.
Rote Zungen küssen herzlich goldene Roben,
und Blitzgewitter spenden heiligen Schein,
im Vorbau nisten schon versteckt die Mikroben,
ein scharfes Messer lullt hier alle doch ein.
Alles nur Schein,
und falsches Sein,
alles nur Lug,
und Selbstbetrug,
reißt dich hinweg,
wie ein rollender Stein.
Ganz tief im Herzen, Fräulein Mauerblümchen,
ist meist verschüchtert, farblos und sehr klein,
stolziert durch Nächte wie ein fesches Hühnchen,
von Zeit zu Zeit wirft sie dann Kapseln ein.
Alles nur Schein,
und falsches Sein,
es ist genug,
kein Selbstbetrug,
es reißt dich klein,
wie ein rollender Stein.
Mister Unbeugsam schreitet furchtlos über Treppen,
seine Nüstern beben feurig unterm Adlerblick,
und seine Profession, ist Trug und Neppen,
zu Haus bei Mama, einen Schlag ins Genick.
Alles nur Schein,
und falsches Sein,
Daseinsbezug,
ist Selbstbetrug,
fällt ohne Ziel,
wie ein rollender Stein.