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#1

Das Nichts

in Philosophisches und Grübeleien 08.06.2006 10:06
von Joame Plebis | 3.476 Beiträge | 3363 Punkte
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#2

Das Nichts

in Philosophisches und Grübeleien 13.06.2006 21:15
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte
Hallo Joame

Gut, stimmt schon, aber für meinen Geschmack etwas salbungsvoll. Vor allem die letzte Strophe.
Nicht so mein Ding.

LG Gem

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#3

Das Nichts

in Philosophisches und Grübeleien 13.06.2006 21:45
von kein Name angegeben • ( Gast )
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#4

Das Nichts

in Philosophisches und Grübeleien 29.06.2006 16:19
von Joame Plebis | 3.476 Beiträge | 3363 Punkte
Danke für die Kommentare!
Nach meiner Logik und Erfahrung ist er nicht unbedingt unbeschwert, derjenige, der es noch nicht erahnt, tatsächlich erahnt - also nicht nur möglicherweise erahnte.

Er könnte es sein, wenn die dazugehörenden Bedingungen erfüllt wären.

Die Aussage selbst mit dieser Wortwahl mag pathetisch wirken, sollte aber nicht. Dem stehe ich etwas hilflos gegenüber.

Gruß von Joame

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#5

Das Nichts

in Philosophisches und Grübeleien 29.06.2006 18:43
von GerateWohl • Mitglied | 2.015 Beiträge | 2015 Punkte
Hallo Joame,

also, mit einem unbeschwerten Gewicht kann ich erst einmal wenig anfangen. Es würde nach meinem Dafürhalten gar keinen Sinn machen ein solches zu beschweren, da das Gewicht selbst ja zum Beschweren da ist. Somit kann ein unbeschwertes Gewicht ganz schön schwer sein, es sei denn es ist unschwer, was man doch besser durch "leicht" oder "nicht schwer" ausdrückte. "beschwert" beschreibt immer ein zusätzliches Gewicht nach meinem Sprachgefühl.
Im übrigen finde ich die erste Strophe eh überflüssig für das Gedicht. Die restlichen hätten es völlig getan, zumal ich ab der 2. Strophe das Gedicht wirklich ganz schön finde, obwohl ich inhaltlich einiges nicht verstehe. Z.B. hat das nichts bei dem Gedicht eine zeiltiche Dimension, da in der letzten Strophe zum Beispiel das Nichts in der Zukunft liegt (Doch bleiben wird ihm nichts!). Was das Bild des Boten hier macht, der eigentlich per Definition Informationen von A nach B trägt, in dem Zusammenhang, in dem es gerade heißt, dass alles nicht für ihn ist, kapiere ich nicht.

Die Große Frage jedenfalls, die das Gedicht für mich als Nicht-Kenner solcher feinen Unterschiede aufwirft ist die: Geht es hier um Nihilismus oder Atheismus? Ich weiß es nicht. Aber die Verse regen mich hier zum Nachdenken an. Danke dafür.

Grüße,
GW

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#6

Das Nichts

in Philosophisches und Grübeleien 29.06.2006 23:13
von Joame Plebis | 3.476 Beiträge | 3363 Punkte
Schönen Dank für Deine Überlegungen und Ausführungen.

Die Bedeutung des Wortes NICHTS hat für mich eine nicht zu überbietende Bedeutung. Nicht aber für jeden; viele wird es geben, die sich damit nicht intensiv auseinandergesetzt haben.
So könnten diese so wie jene, nicht der gewaltigen und endgültigen Bedeutung bewußt, eigentlich unbeschwert sein. Wenn sie es nicht sind, mag das andere Gründe haben.

Es stimmt, es ist die Zukunft, in der dieses Nichts uns erwartet. Ich wage nicht von einem Punkt zu sprechen, der aber fernab von jeder Dimension ist. Menschen sprechen von Zeit.
Wenn sie dazu imstande sind, kannst Du sicher sein, Dich noch in dieser von menschlicher Vorstellung erschaffenen Begriffsdimension zu befinden.
Außerhalb dieser hat weder Ort noch Zeit Gültigkeit, Sinn oder Notwendigkeit - zu sein.

Freundlichen Gruß!
Joame

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#7

Das Nichts

in Philosophisches und Grübeleien 30.06.2006 09:35
von GerateWohl • Mitglied | 2.015 Beiträge | 2015 Punkte
Hallo Joame,

meine Vorstellung vom Nichts ist sehr von meinem mathematischen Verständnis aus der Infinitisemalrechnung geprägt. Dort ist eine Betrachtung zum Thema nichts auch immer eine Betrachtung zum Thema Unendlichkeit. Das faszinierende hier ist ja, dass es hier bei Funktionen mit gegen Unendlich strebenden Variablen Divergenz und auch Konvergenz auftreten kann.
Das ich betrachtet in Deinem Text die Welt nach meinem Verständnis die Welt als etwas, das aus dem Nichts kommt und im Nichts mündet. So weit so gut. Aber was sagt dies über das Gegenwärtige aus oder über den Wert des Gegenwärtigen? Nach meinem Dafürhalten nichts. Denn man könnte zum einen die Einstellung wähnen "Es verschwindet ja eh alles und mündet im Nichts. Was hat es dann für einen Sinn morgens aufzustehen?" Es hat was von diesem Asche zu Asche, Staub zu Staub aus der Bibel. Nur dort wird ja sehr wohl auf den Wert und den Sinn des Gegenwärtigen eingegangen. Ich suche nach so einem Punkt bei Deinem Text. Vielleicht findet ja noch jemand da was.

Grüße,
GW

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#8

Das Nichts

in Philosophisches und Grübeleien 30.06.2006 10:01
von Fabian Probst (gelöscht)
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sehr nachdenkliche Zeilen.

Es klingt für mich ziemlich traurig, als würde da jemand sprechen, der sich dem Leben etwas hilflos gegenüber stellt, vielleicht sogar eine gewisse Angst vor dem Tod bzw. der Vergänglichkeit hat.

Es ist eine Frage der Perspektive, denke ich.
Dein lyrich meint, das Wissen um das Nichts führe zwangsläufig zu einer Beschwertheit, etwas Bedrückendes also.
Das wiederum sollte die Betrachtung der Welt mit Abschiedsblicken nach sich ziehen.

Man könnte es aber auch positiv sehen.
Wenn man am Ende nichts hat, hat man doch auch nichts zu verlieren, könnte das Leben ansich genießen und intensivieren, alle Energien darein legen, jeden Tag dankbar zu leben, in der Gegenwart und dem Augenblick zu fühlen.
Man könnte das auch als absolute Freiheit bezeichnen.
Das wäre also totale Unbeschwertheit.

Es kommt auf die Sichtweise an, meine ich.

Der Text ist in meinen Augen gelungen, aber stellt für mich eben diese erste Denkweise dar, die nicht unbedingt die Richtige sein muss.
Aber das bleibt jedem selbst überlassen.

lg,Fabian

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#9

Das Nichts

in Philosophisches und Grübeleien 30.06.2006 10:17
von Joame Plebis | 3.476 Beiträge | 3363 Punkte
Die Sichtweisen sind sowieso problematisch, da sie so vielfältig sind und individuell.

Fabian hat hier auf jeden Fall richtig das Übel erkannt:
die tief verwurzelte Angst vor der Vergänglichkeit, die gezwungenermaßen zum Ende führt.
Die gesamte Einstellung und Sichtweise, die nicht zu den glücklichmachendsten gehört, ist irgendwo begründet. Darauf kann hier gar nicht näher eingegangen werden.

Als kleine Veranschaulichung skizziere ich das Bild eines in Stacheldraht Gefangenen, dem man zurufen könnte "Sei glücklich und entspanne Dich, denn das Grübeln um Deine Situation hilft Dir sowieso nicht weiter!"

Danke und freundlichen Gruß!
Joame

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