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Was unterscheidet mich
in Philosophisches und Grübeleien 01.02.2011 08:06von Rubberduck •
| 558 Beiträge
Was unterscheidet mich vom Tier?
Was macht, dass ich ihm überlegen?
Dass ich die Krallen mir lackier,
ist das schon Kunst – oder verwegen?
Was ist der Zweck denn, meines Lebens?
Nur fressen und multiplizieren?
Wär Intellekt dann nicht vergebens?
Es reicht ein Fell, um nicht zu frieren!
Doch Fleisch und Fell stellt nicht zufrieden
den Menschen, der nach Größrem strebt.
Er sucht für sich, bis er verschieden,
die Antwort drauf, warum er lebt.
Es ist Entdecker, will erfinden,
die Flugmaschine, Klopapier
kann eine Schnürbandschleife binden -
das ist nicht einfach – glaube mir.
Ein Mensch zu sein, heißt auch zu schaffen:
In Worten, Bildern, Steines Schlag.
Das geht ihm gänzlich ab, dem Affen
auch wenn er mancherlei vermag.
Noch niemals sah ich Tiere raunen
in Andacht stehen stundenlang,
den Sonnenaufgang zu bestaunen,
noch rührte sie ihr Untergang.
Das unterscheidet mich vom Tier.
Wer machte mich, ihm überlegen?
http://www.youtube.com/watch?v=FMHxH8et_gc
RE: Was unterscheidet mich
in Philosophisches und Grübeleien 01.02.2011 13:51von mcberry • Administrator | 1.201 Beiträge
Nein, wohl echt nicht soviel, rubberduck................................
Von wegen der Sonnenuntergänge wäre ich mir gar nicht so sicher. Sogar das Silvesterfeuerwerk findet
unter den Haustieren seine Zuschauer. Allerdings Gedichte rezitieren hören habe ich noch keines. Und
solange wir ihre Laute nicht verstehen, bleibt die Gefahr, daß sie unserer Lyrik Konkurrenz machen, gering. mcberry
RE: Was unterscheidet mich
in Philosophisches und Grübeleien 02.02.2011 09:21von Rubberduck •
| 558 Beiträge
Ja, lieber Mac. Wieder ein nettes Bild von dir zum Thema ;-))
Congo oder Betsy - Zootiere die von Menschen angeleitet/angestiftet wurden. Hast du auch so ein Bild von einem Urwaldaffen der aus lauter Langeweile zum Pinsel greift? ;-))
Und selbst wenn Tiere Lyrik verfassen würden, wären sie wohl nicht so eitel, sie ins Internet zu stellen ;-))
Schmunzelgrüße von
Bärbel
RE: Was unterscheidet mich
in Philosophisches und Grübeleien 03.02.2011 09:28von chip •
| 174 Beiträge
Hallo Rubberduck,
Langeweile soll die kunst- und kulturschaffende Antriebskraft sein?
Wir treffen uns hier um der Eitelkeit willen?
Ich hielt das Streben nach Erkenntnis für einen Antriebsmotor, schätzte kulturelle Errungenschaften als Begleitumstände auf diesem Weg. Deswegen möchten manche Leute unter Gleichgesinnten an ihren Texten arbeiten.
Das Video habe ich mir angesehen. Du kommst gut `rüber, schöne klare Stimme. Selbst wenn du aus dem Telefonbuch vorliest, findest du immer noch ein paar Beifallklatscher.
Sobald die Texte gedruckt daliegen, fallen Unstimmigkeiten auf. Na schön, Dichtung ist nicht Wissenschaft.
Aber interessierte Naturfilmgucker wissen mehr über Primatenforschung, als du voraussetzt. Schimpansen verwenden Werkzeug, sind bewußtseins- und abstraktionsfähig, unterhalten sich mit uns über Zeichentafeln und in Zeichensprache.
Deine Perfomance herabzusetzen ist nicht meine Absicht; die gefällt mir durchaus. Nicht nachlassen, bitte. Chip
RE: Was unterscheidet mich
in Philosophisches und Grübeleien 03.02.2011 11:34von Rubberduck •
| 558 Beiträge
Hallo Chip,
danke für deinen Kommi.
Langeweile als Triebfeder zur Kunst? Da hast du mich falsch verstanden. Nein, ich wollte damit sagen, dass Tiere im Zoo merkwürdige Verhaltensweisen entwickeln... oft eben auch aus langer Weile. Dass sie sich einfache Handwerkzeuge zur Nahrungsbeschaffung bauen können, ist mir bekannt. Doch um Kunst zu erschaffen sind doch wohl andere Kriterien von Nöten. Für dich ist es das Streben nach Erkenntnis - auch etwas das Menschen von Tieren unterscheidet.
Meine Antriebsfeder ist die Freude und dazu stehe ich auch.
Dass ich ein zurückhaltendes Wesen wäre - wer würde mir das abnehmen? Nein, dann bleibe ich doch lieber ehrlich und gebe zu, dass ich Spaß an der Selbstdarstellung habe, sowie am Dichten und am Mitteilen. Darum sind auch meine Kommentare oft eher humorvoll gemeint und nicht mein tierischer Ernst. ;-))
Auch dieses Gedicht gehört in diese Kategorie soll kein dokumentarischer Beitrag sein über das Leben der Primaten, soll nicht belehren sondern anregen. Ich wollte auf humorvolle Weise einige Unterschiede aufzeigen, die den Menschen vom Tier trennen. Ich bin ja nicht nur auf das handwerkliche Geschick der Arten eingegangen, sondern vielmehr ging es mir um das menschliche Streben und Suchen. Dass nicht jeder zu den gleichen Schlußfolgerungen kommt wie ich, ist bekannt und nicht befremdlich.
Nicht nur das Schaffen ist wichtig, sondern auch die Freude am Schaffen. Die künstlerischen Persönlichkeiten drücken sich verschiedenartig aus, dafür sollte Platz bleiben, dadurch bleibt es spannend.
Und sollte ich mal eine Schaffensflaute haben, dann nehme ich mir das Telefonbuch vor. ;-))
LG,
Bärbel
RE: Was unterscheidet mich
in Philosophisches und Grübeleien 03.02.2011 14:32von henry • ( Gast )
Zitat
Doch um Kunst zu erschaffen sind doch wohl andere Kriterien von Nöten. [...] Meine Antriebsfeder ist die Freude und dazu stehe ich auch. [...] Nicht nur das Schaffen ist wichtig, sondern auch die Freude am Schaffen. Die künstlerischen Persönlichkeiten drücken sich verschiedenartig aus, dafür sollte Platz bleiben, dadurch bleibt es spannend.
Und sollte ich mal eine Schaffensflaute haben, dann nehme ich mir das Telefonbuch vor.
Hält sich Frau Rubberduck etwa für eine Künstlerin, weil sie ein paar schiefe Verse schrieb und in einer Kneipe zum Besten gab? Was versteht Frau Rubberduck, die auf mich lediglich den Eindruck einer gelangweilten Hausfrau und Mutter macht, eigentlich unter Kunst? Ist für Sie jedes quietschdumme und in seiner Machart ungelenke Gedichtlein Kunst?
RE: Was unterscheidet mich
in Philosophisches und Grübeleien 03.02.2011 17:21von Rubberduck •
| 558 Beiträge
Hallo Henry,
Zitat
Hält sich Frau Rubberduck etwa für eine Künstlerin, weil sie ein paar schiefe Verse schrieb und in einer Kneipe zum Besten gab? Was versteht Frau Rubberduck, die auf mich lediglich den Eindruck einer gelangweilten Hausfrau und Mutter macht, eigentlich unter Kunst? Ist für Sie jedes quietschdumme und in seiner Machart ungelenke Gedichtlein Kunst?
Netter erster Beitrag von dir, bin sehr gespannt was du künstlerisch draufhast.
LG,
Rubber
RE: Was unterscheidet mich
in Philosophisches und Grübeleien 03.02.2011 23:05von otto •
| 411 Beiträge
Hallo Henry!
Was für eine dümmliche Supanova Licht in eine Bewertung zu streuen. Adjektive Verunglimpfungen zeigen hier, dass
jemand, ein Jemand, nicht einmal das Lesen gelernt hat, geschweige denn Verse wahrnehmen kann. Ein kleiner Tor,
dem entgeht, dass hier eine Autorin mit Herz und Seele dichtet, und zudem mit Verstand. Aber wo nur wüstenhafte Trockenheit und Kälte versucht aufzunehmen, bleibt es ein lächerlcher Versuch mit ungezogenen, traurigen verstopften Ohren wahrzunehmen, was die Dichterin in vielen ihrer wunderbaren Texte mit Empathie in Form bringt.
Von diesen " Bewertern" gibt es viele, sie reden und schreiben über das ihnen Unzugängliche hinweg. Sie lassen spüren, dass ihre seelischen und intellektuellen Nerven zu grob gestrickt sind, um etwas zu erspüren, was Liebe, Freundlichkeit, Anteilnahme, der Empathie bedarf. Schon der Ausdruck " Kneipe" zeigt ja, dass hier jemand von nichts meint etwas zu wissen: Bei der Lesung handelte es sich um ein gerade erst eröffnetes Café mit wunderbarem Kuchen, hervorragendem Tee, und vor allem um ein Publikum, dass den Vortrag der Dichterin sichtlich genoß. Nicht wahr Shakespeare? Bitte, bitte, hängen wir es doch ein wenig tiefer, damit Du nicht so hart aufschlägst. So nicht!
Liebe Grüße,
otto.
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