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#1

barfuß

in Philosophisches und Grübeleien 07.02.2011 11:33
von Rubberduck | 558 Beiträge

Ausgezogen
unter tausend Sohlen
tanzt aus Reih und Glied
der nackte Fuß hinaus.

Stempelt seine Spur
im heißen Teer,
lässt hinter sich,
was hinterlassen ist.

Weichen Blasen
der Verhornung,
tanzt es sich fantastisch.
Um der F(V)erse Sehnen

dreht es sich.
Bis feiner Sand durch
Zehen quillt, das kühle
Nass sie packt, umspült.

zuletzt bearbeitet 08.02.2011 09:26 | nach oben springen

#2

RE: barfuß

in Philosophisches und Grübeleien 07.02.2011 12:59
von chip | 174 Beiträge

Zitat
Ausgezogen unter tausend Sohlen tanzt aus Reih und Glied der nackte Fuß hinaus.

Stempelt seine Spur im heißen Teer, lässt hinter sich, was hinterlassen ist.

Weichen Blasen der Verhornung, tanzt es sich fanstastisch. Um der F(V)erse Sehnen

dreht es sich. Bis feiner Sand durch Zehen quillt, das kühle Nass sie packt, umspült.



Hallo Rubberduck,

"fan(s)tastisch" liest sich als Tippfehler ohne eine Hervorhebung: Fans betreffend.
Ein nackter Fuß unter tausend Sohlen lässt schon an eine Gemeinde denken.

Mit Tintenteer gestempelte Hinterlassenschaften im Sand für die Nachwelt sind ein paar (Luft)Blasen wert.
Also schnell lesen die Texte, bevor sie weggespült werden. Tanzende Grüße Chip

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#3

RE: barfuß

in Philosophisches und Grübeleien 07.02.2011 15:08
von Rubberduck | 558 Beiträge

Jo, schiet wat op de Blasen...

Lass uns tanzen gehen.

;-))

LG,
Rubber

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#4

RE: barfuß

in Philosophisches und Grübeleien 08.02.2011 08:35
von otto | 411 Beiträge

Mir kommt es so vor, liebe Bärbel, als wäre da jemand am Meeresstrand schuhlos gelaufen, und in angeschwemmten Teerklumpen( das Behindernde) steckengeblieben, nachdenklich über die Hinterlassenschaften von Öltankern( Umständen) herumgesprungen die klebrige Masse( Behinderungen) wieder abzustreifen. Jedenfalls scheint es um Rückstände( angetragene, getragene)Verantwortung zu gehen, die unangenehm haften bleiben, festhalten, unterbinden. Andererseits ist hier Verbrennung ( Schwierigkeiten) im Spiel. Doch der/die Protagonist(tin) kommentiert, ein bißchen genervt, dass er/sie vieles Behindernde in Kauf nimmt: er/sie geht ... im heißen Tanz des Aufhaltenden unaufhaltsam
und mutig weiter: er/ sie will sich einen Reim ( Verse) im Tanz emotionaler/intellektueller Bewegung machen, lernen um mehr zu erkennen( auf der Suche nach ein Glück und anderer Erfüllung, als nur der aus der Verantwortung). Da ist ja das Meer, der Sand ( weite Aussicht, große Fahrt), Seelenlandschaft, vertraute Heimat, lang schon gewußt, doch immer noch taufrisch, wie gerade erst betreten. Nein, kleinlich will er/sie nicht sein
das so schwer Mögliche zu suchen, zu geben, auch wenn es zuweilen schmerzt, obwohl auch beglückt.
Ja und, der/die Autor(in) weiß sich in der Gesellschaft von anderen. Die allerdings, anders als er/sie, laufen
eher ... geschützt, bedeckt. Er/sie barfuß, verletzlicher, offener, läuft noch nicht mit selbstbewußter Sicherheit ( schreibt), und es schmerzt ihn/sie, doch ist er/sie tapfer, hält im Schmerz durch.

Ein zunächst dunkler Text, der mutig den Weg beschreibt, der begangen/betanzt wird.
Ein unverkennbarer Bärbeltext mit typischer Autorinnote. Hier ist immer mehr Entwicklung erkennbar, weiß einer der Leser, wer hier geschrieben hat.

Liebe Grüße,

otto.

zuletzt bearbeitet 08.02.2011 08:48 | nach oben springen

#5

RE: barfuß

in Philosophisches und Grübeleien 10.02.2011 21:43
von perry • Mitglied | 909 Beiträge

Hallo Bärbel,
ich lese deinen Text als Flucht vor den "heißen" Straßen des Lebens an den Strand der Sehnsucht.
Mir hätten auch weniger "aufwendige" Bilder wie "tausend Sohlen" oder "F(V)erse" genügt, um den Inhalt zu transportieren.
Konstruktiv wäre mir "in heißen Teer" näher gewesen.
LG
Perry

zuletzt bearbeitet 10.02.2011 21:47 | nach oben springen

#6

RE: barfuß

in Philosophisches und Grübeleien 11.02.2011 09:43
von Rubberduck | 558 Beiträge

Otto,

danke ;-))

------------------------------------------------------------------------------------------

Perry,

danke dir für deine Sicht. Auch so kann man es verstehen. Zu deiner Kritik: Ich mag es halt ein wenig aufwendig. Danke für deinen Vorschlag, doch diesen Text möchte ich so belassen.

LG,
Rubber

zuletzt bearbeitet 11.02.2011 09:43 | nach oben springen

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