Mir kommt es so vor, liebe Bärbel, als wäre da jemand am Meeresstrand schuhlos gelaufen, und in angeschwemmten Teerklumpen( das Behindernde) steckengeblieben, nachdenklich über die Hinterlassenschaften von Öltankern( Umständen) herumgesprungen die klebrige Masse( Behinderungen) wieder abzustreifen. Jedenfalls scheint es um Rückstände( angetragene, getragene)Verantwortung zu gehen, die unangenehm haften bleiben, festhalten, unterbinden. Andererseits ist hier Verbrennung ( Schwierigkeiten) im Spiel. Doch der/die Protagonist(tin) kommentiert, ein bißchen genervt, dass er/sie vieles Behindernde in Kauf nimmt: er/sie geht ... im heißen Tanz des Aufhaltenden unaufhaltsam
und mutig weiter: er/ sie will sich einen Reim ( Verse) im Tanz emotionaler/intellektueller Bewegung machen, lernen um mehr zu erkennen( auf der Suche nach ein Glück und anderer Erfüllung, als nur der aus der Verantwortung). Da ist ja das Meer, der Sand ( weite Aussicht, große Fahrt), Seelenlandschaft, vertraute Heimat, lang schon gewußt, doch immer noch taufrisch, wie gerade erst betreten. Nein, kleinlich will er/sie nicht sein
das so schwer Mögliche zu suchen, zu geben, auch wenn es zuweilen schmerzt, obwohl auch beglückt.
Ja und, der/die Autor(in) weiß sich in der Gesellschaft von anderen. Die allerdings, anders als er/sie, laufen
eher ... geschützt, bedeckt. Er/sie barfuß, verletzlicher, offener, läuft noch nicht mit selbstbewußter Sicherheit ( schreibt), und es schmerzt ihn/sie, doch ist er/sie tapfer, hält im Schmerz durch.
Ein zunächst dunkler Text, der mutig den Weg beschreibt, der begangen/betanzt wird.
Ein unverkennbarer Bärbeltext mit typischer Autorinnote. Hier ist immer mehr Entwicklung erkennbar, weiß einer der Leser, wer hier geschrieben hat.
Liebe Grüße,
otto.