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#1

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in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 15.10.2011 23:59
von Joame Plebis | 3.573 Beiträge | 3549 Punkte

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zuletzt bearbeitet 14.01.2019 16:52 | nach oben

#2

RE: Der heimliche Brief

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 17.10.2011 13:18
von MarleneM (gelöscht)
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Diese Geschichte hinterlässt mich ratlos, lieber Joame.
Die gGschichte in der Geschichte ebenso.
Gerahmt von dem Gerüst, dass der Brief heimlich eingesteckt wurde, was ja eigentlich sinnlos ist, weil er mit Absender versehen war.
Die Antwort des Schriftstellers, mehrfach, fast aggressiv zu betonen, dass er es nicht heimlich hätte machen müssen.
Dann fast beleidigende Mutmassungen darüber, weshalb er es tat.
Es tut mir leid, ich finde da weder einen roten Faden, noch irgendeinen Sinn dahinter.
Vielleicht mit viel gutem Willen, dass die meisten Schgriftsteller ein wenig seltsam sind?

Mag an mir liegen- durchaus.
LG von marlene

zuletzt bearbeitet 17.10.2011 13:20 | nach oben

#3

RE: Der heimliche Brief

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 17.10.2011 17:17
von mcberry • Administrator | 2.882 Beiträge | 2726 Punkte

Hi Joame,

der kurzweilige Rahmen macht die Schwächen der Story nicht wett: Vorhersehbares Setting, holpriger Stil.

Zitat
Immer wenn Frau Klara Schnabel weggefahren ist, gerät Irma in Arbeitswut und eilt zur Arbeit ins Büro des Herrn Hofrat. Dort herrscht eine gewaltige Unordnung. Nichts als Papiere und Bücher. Otto weiß das von Irma und hat es mir erzählt. Irma, die äußerst häufig dort viel zu tun hat, ist in ihrer Gewissenhaftikeit bestrebt, dort Ordnung zu halten. Sie wischt und poliert, damit alles wie spiegelblank ist.



Umständliche Berichterstattung: In Abwesenheit der Hausherrin läßt Irma ihre Arbeitswut am Chaos des Schnabelschen Arbeitszimmers aus. Stundenlanges Wischen und Polieren, hat sie Otto erzählt.

Am besten gefällt mir die gewitzte Replik des Erzählers. Mein Highlight:

Zitat
Aus diesem Grunde schlage ich vor, Sie verfertigen mir zwei Gedichte. In einem drücken Sie bitte Ihren Hass auf die Zivilisation aus, im zweiten behandeln Sie das Thema, warum es von der Natur eine Dummheit war, zwei Geschlechter zu schaffen.



Danach könnte die Geschichte enden, mit dem Vermerk: Bisher nix eingetroffen. Der Anreiz, ins rechte Licht gerückt
zu werden, ist auch sparsam genug. Aber vllt motiviert das einen Leser, die Gedichte zu liefern, wer weiß? HG - mcberry

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#4

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in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 17.10.2011 19:53
von Joame Plebis | 3.573 Beiträge | 3549 Punkte

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zuletzt bearbeitet 14.01.2019 16:29 | nach oben

#5

RE: Der heimliche Brief

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 17.10.2011 21:31
von munk | 736 Beiträge | 779 Punkte

hallo joame,
ich bin mindestens sieben mal um deine geschichte geschlichen und fand sie von der idee her amüsant. der vorsichtig angesprochenene kritikus wählt eine retourkutsche, die sich der absender so nicht hätte vorstellen können ;).

als nichtkritikus: skizze:
vom höchstförmlichen und gedrechselten anschreiben her, hätte ich den schreiberling aus einem anderen jahrhundert vermutet, doch entpuppte sich die hofratsgeschichte dann vom sprachlichen sehr heutig. die fehler, die sprachvermische, sprachformen, wortstellungen u.s.w. wirken unfertig, gestelzt, dann wieder fast trivial, fallen also auch dem otto normalverbraucher auf.
[vielleicht nimmt diese gewollte, fast aufgesetzt wirkende form, der geschichte die fahrt, sodass sich manche leser enttäuscht zurücklehnen. vielleicht hätte man sie noch mehr straffen sollen, um sie spannender zu gestalten, obwohl der rahmengeschichte und dem feedback ein besonderer fokuss zukommt, denn sie ist ja marginal und so finde ich die reaktion des kritikers auch originell geschrieben. der zu gestaltende widerspruch ist aber für mich, dass gerade die rahmengeschichte der eingereichten autorengeschichte bezüglich des short-story-charakters leider von der wirkung her das wasser abgräbt, obwohl du ja diese schon sehr gekürzt hast. mhmm, wenn ich jetzt die form noch mal anschaue, ist die autorengeschichte sogar fast gleichgewichtet, entspricht also in etwa vorgeschichte+anschreiben+nachspann+antwort. vielleicht ist ja diese konstellation unglücklich? vielleicht sollte vor- und nachspann weggelassen oder zumindest noch knapper angelegt werden?


was mir noch auffällt, hier folge ich ganz mcberry, ist das

"Aus diesem Grunde schlage ich vor, Sie verfertigen mir zwei Gedichte. In einem drücken Sie bitte Ihren Hass auf die Zivilisation aus, im zweiten behandeln Sie das Thema, warum es von der Natur eine Dummheit war, zwei Geschlechter zu schaffen." etwas so tragendes und markantes, dass es das folgende fast erschlägt und ich auch hier die geschichte enden lassen würde. diese passage ist aber auch so wirksam, weil hier kurz und knapp aussagen gemacht werden ....

warum dominiert dieser satz so. vielleicht, weil viele andere sätze zu sehr beschreiben und schachteln. (aber das ist auch geschmackssache, stendhal vermochte ja in der hinsicht phänomenales.)


mit freundlichen grüßen
munkel

p.s.:
"Die alleinige Beurteilung Ihres Genius aufgrund eines beschriebenen Blattes Papier alleine" das ist unglücklich formuliert

Wäre es Ihnen möglich, mir eine weitere Kostprobe zu senden, zu der allerdings ich die Bedingungen stellen will, dann ließe sich Ihre Schreibkunst besser beurteilen.

[das ist meine persönliche begegnung mit deiner geschichte und alles, was ich schrieb, soll nur dazu dienen, dir zu helfen, die geschichte spannender zu gestalten.// die idee finde ich famos!]

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#6

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in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 18.10.2011 00:07
von Joame Plebis | 3.573 Beiträge | 3549 Punkte

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zuletzt bearbeitet 14.01.2019 16:28 | nach oben

#7

RE: Der heimliche Brief

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 18.10.2011 17:40
von munk | 736 Beiträge | 779 Punkte

werter joame plebis

oh ... grins ... ich werde daran arbeiten werte dichterseele und nun, schreib ich mir's hinter die ohren, hör mit meinen augen. aber teuerster, ich werde mich daran wagen, so ich nun mal ertappt bin, mich vor dieser aufgabe gedrückt haben zu wollen. seufz: meine aufgeflogene tarnung lässt nur eine konsequenz zu ! es werden in bälde die zwei geforderten gedichte folgen.

fg der munkel

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